Steuern Abgaben und Geld verdienen: Das Ende finanziellen Reichtums? [+Checklisten]


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Text stammt aus: Steuern steuern. Mit der richtigen Steuerstrategie zu Vermögen und Wohlstand (2015), Sichere Börsenstrategien. Mit 20 simplen Grundregeln und 4 unterschiedlichen Strategien für verschiedene Anlegertypen (2017) von Johann C. Köber, erschienen bei Münchener Verlagsgruppe (MVG), Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Nahezu jeder hierzulande versucht, für das Alter oder die Familie vorzusorgen. Angesichts karger Rentenaussichten spielt das eigene Vermögen dabei eine bedeutende Rolle. Doch wer nicht aufpasst, ist damit schnell am Ende!

Steuern Abgaben und Geld verdienen: Das Ende finanziellen Reichtums? [+Checklisten]

Hier schreibt für Sie:

 

Johann Calin Köber (* 24. Januar 1956 in München) ist ein deutscher Autor, Redner, Unternehmer und Steuerberater.

  Profil

Warum Sie noch nicht reich: 3 grundlegende Tipps

Denn nur mit dessen Hilfe werden wir finanziell unabhängig von den Zahlungen unserer Arbeitgeber, der Rentenkassen oder anderer Institutionen. Deshalb streben mehr Menschen denn je nach zusätzlichen Einnahmen – etwa mittels Wertpapieren, Immobilien, Beteiligungen oder sonstiger Anlageformen. Doch egal wie gut es finanziell läuft, insbesondere die hohen Ausgaben machen dann doch einen Strich durch die entsprechende Rechnung. Viele Menschen verfügen kaum über genug Geld, um es beiseitezulegen. Neben Miete, Kreditraten oder Konsumausgaben schlagen vor allem Steuern und Abgaben zu Buche. Die Ausgaben, die Vater Staat von uns fordert, bilden in den meisten Haushalten sogar den größten Posten. Wer beabsichtigt, ein Vermögen aufzubauen, muss dieser Logik entfliehen, und darauf zielen meine Strategien ab. Sie gestatten es selbst Durchschnittsverdienern, mittels Verminderung der Steuer- und Abgabenlast Werte zu schaffen. Doch sollen meine Lösungen längst nicht nur dabei helfen, Steuern zu sparen. Es geht mir um unsere finanzielle Unabhängigkeit und die Wege dorthin.

1. Umdenken ist erforderlich

Zunächst erfordert die Umsetzung der Strategien ein Umdenken. Dieses beginnt damit, selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht mehr den Staat über das eigene Geld entscheiden zu lassen. Denn Chancen auf den Vermögensaufbau bieten sich insbesondere demjenigen, der das Steuerrecht aktiv für seine Zwecke nutzt, der also die Steuern steuert. Dabei werden Sie, verehrte Leser, an vielen Stellen über ein ungewöhnliches Bekenntnis stolpern: Ich liebe Steuern. Der Grund dafür ist einfach. Unser Steuerrecht ist komplex und beruht auf zahlreichen Regeln. Da sich diese Gesetze im eigenen Sinne nutzen lassen, macht es Spaß, das Steuerspiel zu spielen und dadurch Gewinnchancen zu realisieren. Wie bei jedem guten Spiel liegt vor allem derjenige vorne, der die Regeln beherrscht. Deshalb zeige ich im ersten Abschnitt dieses Buches, wie sich die wahre Höhe von Steuern und Abgaben errechnet, und welches Prinzip hinter den vielen Paragrafen in diesem Bereich steckt.

2. Regeln für eine geringere Besteuerung

Dann gibt es Regeln, die uns zu einer geringeren Besteuerung verhelfen. Als zentrales Element auf dem Weg zu einem eigenen Vermögen stelle ich Ihnen dazu meine Drei-Säulen-Strategie vor. Letztere besteht, kurz gesagt, darin, Einnahmen sowie Ausgaben steuerlich optimal zu gestalten und das entstehende Vermögen so zu strukturieren, dass es eine positive Rendite erwirtschaftet. Ich werde Ihnen zeigen, wie Sie die existierenden Regeln zu Ihrem eigenen Vorteil anwenden. Und wo die gesparten Steuern Gewinne ermöglichen, lassen sich diese Gelder anlegen und zum Vermögensaufbau nutzen. Dabei werden Sie sehen, dass meine Vorschläge weder besonders komplex sind, noch dass Sie der finanziellen Möglichkeiten reicher Menschen bedürfen.

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3. Vermögen Schützen

Schließlich sollte man die Regeln kennen, wie sich die geschaffenen Vermögenswerte wirksam schützen lassen – sei es vor der Pleite des eigenen Geschäfts oder vor anderen, unvorhergesehenen Zwischenfällen. Dazu blickt das Buch sogar über den Todesfall hinaus. Schließlich soll dann eher die eigene Familie von den bis dahin angesparten Vermögenswerten profitieren als Vater Staat. Zum Schluss gebe ich Ihnen noch erforderliche Hinweise zur Umsetzung. Bitte beherzigen Sie diese Tipps, wenn Sie meine Strategie überzeugt. Schließlich ist es wichtig, dass Sie vermeidbare Fehler auch tatsächlich umgehen. In jedem Fall ist es ratsam, für die Realisierung meines Konzepts fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen. Immer wieder zeigen Ihnen die Abschnitte dieses Buches, wie eng Werte, Einnahmen, Ausgaben und Schulden miteinander verflochten sind. Ich schildere diese Abhängigkeiten anhand des Bilds des Geldpropellers und möchte Ihnen mit diesem Buch die Grundlagen vermitteln, wie sich Ihr persönlicher Geldpropeller beim Aufbau eines Vermögens mittels der passenden Steuerstrategie schneller drehen lässt.

Das Steuerspiel

Wer das deutsche Einkommensteuergesetz (EStG) liest, muss sich durch 99 Paragrafen mit jeweils zahllosen Unterpunkten arbeiten. Allein Paragraf 7 reicht von 7a bis 7k (von denen allerdings nur noch 7a, g, h, und i in Kraft sind), und jeder dieser Paragrafen verfügt über bis zu neun mehr oder weniger ausführliche Absätze. Wie alle Gesetze ist auch das EStG in einer Sprache geschrieben, die oft nur Fachleute verstehen. Für die meisten Menschen stellen derartige Texte das Gegenteil einer spannenden Lektüre dar; sie sind froh, wenn die jährliche Steuererklärung abgegeben ist und vielleicht ein Steuerberater den Großteil der Arbeit übernimmt. Fast jeder beklagt sich zwar über die hohen Abzüge, begreift sie jedoch ein Stück weit als Schmerzensgeld dafür, sich selbst nicht zu viel mit Steuern und Abgaben beschäftigen zu müssen.

Wer sich auf den Staat verlässt und die Festsetzung von Lohnsteuer sowie Abgaben akzeptiert und vielleicht nicht einmal eine Steuererklärung abgibt, der muss dafür den entsprechenden Preis in Form hoher Abzüge zahlen. Das kann man so halten, es muss aber nicht sein. Ich zum Beispiel finde diese Situation in höchstem Maße unbefriedigend, denn ich behalte mein Geld lieber und entscheide selbst, wie ich mit meinem Eigentum umgehe. Der Staat bekommt nur das Nötige. Doch was heißt »das Nötige«? Es bedeutet sicher nicht, mit krummen Tricks Geld vor dem Fiskus zu verstrecken. Doch ebenso wenig sollten wir die Verantwortung abgeben und auf Gestaltungsmöglichkeiten verzichten. Wie wäre es stattdessen, die vielen Paragrafen der unterschiedlichen Steuergesetze als Spielregeln zu begreifen, anstatt vor dem vermeintlich Unvermeidbaren die Augen zu verschließen?

Wie Sie nicht jedes Jahr gegen den Fiskus verlieren

Was kommt wohl dabei heraus, wenn wir uns die Logik hinter diesen Regeln genauer anschauen und versuchen, nicht jedes Jahr wieder zu verlieren – gegen den Fiskus, der uns ohne zu fragen die Hälfte unseres Einkommens abzieht? Diese Überlegung stand am Beginn meines beruflichen Lebenswegs, auch deshalb bin ich Steuerberater geworden. Daraus ist der Ehrgeiz erwachsen, die Regeln des Steuerspiels für mich und meine Mandanten zu nutzen. Besonders ärgert es mich seit jeher, dass der Staat mich nicht fragt; er nimmt einfach. Deshalb war mein Ziel, die Kontrolle zurückzugewinnen. Sie glauben, die Übersicht zu behalten, funktioniert nicht? Wer die einschlägigen Gesetze durchblättert, merkt schnell, dass mehr Ausnahmen existieren als Regeln und dass der Fiskus denselben Tatbestand vollkommen unterschiedlich beurteilt – je nach Situation. Viele Menschen beklagen sich über diesen Sachverhalt und finden es ungerecht, dass etwa große Firmen nahezu keine Steuern zahlen. Für mich ist diese Erkenntnis jedoch eher positiv; offensichtlich sind viele Steuern eben doch nicht so unvermeidlich.

Aus gutem Grund verfügen große Unternehmen über umfangreiche Steuerabteilungen, die darauf achten, dass nicht zu viel Geld an den Staat fließt. Davon können kleine Handwerker, Selbstständige, Vermieter, Geldanleger oder Angestellte zwar nur träumen; die Steuergesetze gelten jedoch für alle gleich, für Groß und Klein. Aus diesem Grund möchte ich einige der erfolgreichen Strategien auch kleineren und mittleren Steuerzahlern zugänglich machen. Manche meiner Grundprinzipien sind nicht übermäßig komplex und lassen sich sinnvoll auch im kleineren Rahmen umsetzen. Aus diesem Grundgedanken entstanden die Strategien, die ich Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen möchte. Zunächst kommt es darauf an, das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen. Eigenverantwortlichkeit ist die Voraussetzung dafür, das Steuerrecht im eigenen Sinne zu nutzen. Jeder ist daher gut beraten, die Richtung zu kennen, die er einschlagen möchte. Das Steuerspiel funktioniert nur, wenn Sie sich Ziele setzen. Es geht nicht darum, diese in jedem Fall hundertprozentig zu erreichen; jeder wird seine Pläne früher oder später anpassen. Doch erwächst die persönliche Strategie aus eben diesen Zielen.

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Steuern und Abgaben rauben Ihren Reichtum

Unser komplexes Steuerrecht zeigt, dass wir nur in der Lage sind, Steuern optimal zu gestalten, wenn wir individuell vorgehen. Zudem sorgen persönliche Ziele für die nötige Motivation. Doch eines sollte jeder bedenken: Eigenverantwortlichkeit bedeutet Arbeit. Wie bei jedem guten Spiel muss man auch in puncto Steuern wach bleiben und seine Züge immer wieder aufs Neue überdenken. Beherzigen wir diese Regeln, bieten sich vielfältige Ansatzpunkte, um Steuern und Abgaben zu vermindern. Anschließend haben wir unter dem Strich viel mehr Geld übrig, um ein Vermögen aufzubauen. Damit liegt jedoch erst die halbe Strecke auf meinem strategischen Weg hinter uns. Denn die angestrebte, finanzielle Unabhängigkeit setzt voraus, dass wir über unser gesamtes Finanzkonzept nachdenken. Doch wie gehen wir klug mit unserem Geld um? Diese Frage beantworten wir, wenn wir uns mit unseren wirtschaftlichen Zielen beschäftigen und klären, wie wir investieren, oder wie wir unseren Lebensunterhalt bestreiten möchten. Denn fast jeder Geldfluss wirkt sich positiv oder negativ auf unser Vermögen aus – je nachdem, wie wir ihn gestalten.

Doch bevor es in die Vollen geht, noch ein Wort aus Anlass der häufigen Zeitungsberichte über Steuerflucht und Ähnliches: Dieses Buch legt Wert darauf, dass die vorgestellten Strategien hundertprozentig legal sind und nicht darauf abzielen, den Fiskus zu prellen. Ich erläutere lediglich, warum die deutsche Steuergesetzgebung so ist, wie sie ist, und wie sich auf ihrer Grundlage ein eigenes Vermögen aufbauen lässt. Die hierzulande geltenden Steuergesetze bieten uns allen genug Gestaltungsspielraum. Es liegt an uns, diese Möglichkeiten zu nutzen. Die Steuergesetze sind kaum lesbar, so weit hat Vater Staat sie verkompliziert. Diese Komplexität beinhaltet jedoch zahlreiche Regeln und Ausnahmen, die sich für den Steuerzahler vorteilhaft nutzen lassen. Deshalb sind Sie gefragt, selbst die Initiative zu ergreifen und die Steuern zu steuern.

Die Standortbestimmung

Spätestens nach dem ersten Drittel des eigenen Berufslebens kommt oft eine schmerzhafte Erkenntnis: Das Einkommen verwandelt sich kaum in Vermögen. Dieses Problem trifft nicht nur Arbeitnehmer, auch zahlreichen Freiberuflern und Unternehmern geht es ähnlich. Immerhin besitzen viele eine eigene Immobilie, doch diese gehört oftmals zum Großteil der Bank und das Eigentum äußert sich vor allem in hohen Kreditraten. Wer Kinder hat, ein oder zwei Autos benötigt und sich Kleinigkeiten gönnt, läuft in der Regel auf Gleichstand hinaus – auf dem Konto sammeln sich pro Jahr nur wenige Hundert oder Tausend Euro an; das Einkommen ist mehr oder weniger gleich dem Verbrauch. Wer zudem die Berichte über den demografischen Wandel liest und Warnungen vor unvermeidlichen Rentenkürzungen hört, kommt angesichts seiner zukünftigen Finanzlage häufig ins Grübeln.

Ob Sie der Schwarzmalerei in puncto Renten glauben oder nicht; eine zusätzliche Sicherheit in Form eigener Ersparnisse streben dennoch die meisten Menschen an. Rechenspiele zu einem möglichen Vermögen unternimmt nahezu jeder, und die Wege zur finanziellen Unabhängigkeit sind vermutlich ein ständiges Thema in jedem zweiten Familienrat. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Zumal die Rechnung vieler Haushalte zeigt, dass keineswegs ein luxuriöser Lebensstil den Überschuss am Jahresende verhindert. In fast allen Fällen schlägt der Kleinkram zu Buche. Miete oder Kreditraten, Versicherungen, Auto, Lebensmittel oder Gebühren jedweder Art dezimieren das monatliche Einkommen bis zur Unkenntlichkeit. Leider ist die bittere Erkenntnis: Alle Ausgaben sind mehr oder weniger Fixkosten, die sich kaum reduzieren lassen. Dieses Buch tritt daher nicht an, Ihre persönlichen Zahlungen zu optimieren. Sie sollen schließlich keine Ausgabendiät machen. Auch wissen Sie am besten, was Sie benötigen. Im Gegenteil, unsere gesamte Wirtschaftsordnung beruht darauf, dass wir konsumieren, und wer dabei nicht mitspielt, verhungert schlicht und einfach.

Machen Sie keine Ausgaben-Diät: Checkliste zu Ihrer persönlichen Situation

Im Hinblick auf die Gestaltung der persönlichen Finanzen interessiert es uns nicht, wie viel ein Individuum braucht oder welche Konsumgüter jeweils angemessen sind. Wir setzten bei Steuern und Abgaben an – und diese lassen sich definitiv optimieren. »Sie sollen keine Ausgaben-Diät machen« Besonders wirkungsvoll lassen sich die Ausgaben mit diesem Ansatz optimieren, weil Steuern und Abgaben in der Regel den größten Posten in der persönlichen Finanzrechnung darstellen. Deshalb sind Einsparungen vor allem in diesem Bereich wirkungsvoll. Doch halt – ein Schritt nach dem anderen. Bevor wir die Strategie zu weniger Steuern und Abgaben kennenlernen, gilt es, zunächst die Grundlagen der persönlichen Finanzen zu betrachten. Auch wenn es trivial klingt, den Weg zu mehr Vermögen und weniger Steuern beschreitet nur derjenige erfolgreich, der seinen monetären Status Quo in allen Einzelheiten kennt und über einen Einblick in die eigenen Finanzen verfügt. Wobei die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen ihre finanzielle Situation nicht ausreichend kennen und sowohl Werte und Einnahmen als auch Ausgaben falsch einschätzen.

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Deshalb ist es ratsam, für sich zunächst diese vier grundlegenden Fragen zu beantworten:

  1. Welche Werte besitze ich? W
  2. Welche Schulden habe ich? S
  3. Welche Einnahmen erziele ich? E
  4. Und welche Ausgaben tätige ich? A

Werte schaffen Einnahmen

Welche Werte besitzen Sie? Ein Auto? Eine Immobilie? Aktien? Schmuck? Fast immer enthält die Liste persönlicher Werte die genannten Punkte. Allerdings wirken sich zumindest zwei der vier nicht als Werte, sondern als deren Gegenteil aus, als Verbindlichkeiten.

Recht einfach als Verlustbringer lässt sich das Auto identifizieren. Der Pkw bringt kein Geld in die Kasse. Er kostet beim Händler beispielsweise 30.000 Euro und ist demnach diesen Betrag »wert«, doch verliert er bereits bei der ersten Fahrt nach Hause einen Großteil seines Wertes. Wenn Sie Ihr wenige Jahre altes Gefährt verkaufen, erhalten Sie oft nicht einmal die Hälfte des Anschaffungspreises. Ein klarer Fall von Substanzverlust. Damit nicht genug, schon Besitz und Benutzung des Autos verursachen tägliche, monatliche und jährliche Kosten für Treibstoff, Wartung, TÜV, Versicherung und Steuern. So entstehen keine Einnahmen, sondern Ausgaben. Daher zählt ein Auto in der Regel nicht zu den Werten, sondern zu den Verbindlichkeiten.

Lohnt sich die eigene Immobilie?

Etwas komplexer fällt die Bewertung der eigengenutzten Immobilie aus. Diese schafft im Regelfall keine Einnahmen und ist nach unserer Definition deshalb kein Wert. Doch ganz so schlimm sieht es nicht aus, denn eine Immobilie hilft in vielen Fällen zumindest dabei, Ausgaben zu vermindern. Wie Befragungen in diesem Zusammenhang aber immer wieder zeigen, überschätzen die meisten Immobilienbesitzer die Ersparnis durch ein eigenes Haus. Trotz Eigentum kostet eine Immobilie regelmäßig.

  • Grundsteuer,
  • laufende Aufwendungen zur Instandhaltung und für kleinere Reparaturen sowie
  • Sanierungen, die in größeren Abständen nötig werden.

Diese Kosten fressen einen Großteil der ersparten Miete auf und übersteigen diese in manchen Fällen. Rein finanziell lohnt sich die Anschaffung einer eigenen Immobilie daher sehr selten. Zudem lassen sich Werte wie das eigene Haus nicht so leicht verkaufen. Erstens sorgen die Kreditverträge für Bindung, zweitens benötigt der Hausbesitzer ein Dach über dem Kopf, und wer im Eigentum gewohnt hat, geht ungern in eine Mietwohnung zurück. Deshalb ist es richtig, die eigenen vier Wände als Verbindlichkeit einzuordnen.

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Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, denn ich möchte Wohneigentum keineswegs abwerten. Für das eigene Haus sprechen gute Gründe, wie der hohe Wohlfühlfaktor oder die umfassenden Gestaltungsmöglichkeiten. Diese Argumente entspringen aber nicht der Investitionsseite, sondern stellen Konsumgründe dar. Ergo ordne ich eine selbstgenutzte Immobilie nicht den Werten, sondern den Konsumausgaben zu. Diese Sichtweise wirkt sich weitreichend auf die persönliche Finanzrechnung aus, wie wir später sehen werden.

So identifizieren Sie Ihre persönlichen Werte

Meine Definition von Werten im Hinblick auf ihre hier beschriebene Hauptaufgabe entspringt einem anderen Gedanken. Für den Vermögensaufbau haben Werte zwei zentrale Funktionen:

  • Sie steigern ihren Wert oder behalten ihn zumindest bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ich sie verkaufe und
  • sie verschaffen mir Einkommen.

Nach dieser Definition lassen sich unterschiedliche Beispiele für Werte anführen, etwa vermietete Immobilien. Bei Letzteren stellt die Miete das Einkommen dar. Bei Wertpapieren sorgen Dividenden oder Zinsen für Einnahmen. Bei Firmenbeteiligungen sind es die Ausschüttungen, die Einkünfte generieren. Die genannten Beispiele ermöglichen zudem eine Wertsteigerung. Als über lange Sicht wertsteigernd haben sich auch Gold und Silber erwiesen, sie werfen jedoch keinen laufenden Ertrag ab. »Vermögen bildet sich nach rein mathematischen Kriterien.«

Um Ihre persönlichen Werte zu identifizieren, müssen Sie danach fragen, ob bestimmte Gegenstände Ihnen etwas einbringen (können), oder ob sie bei Lichte betrachtet eher Ihr Portemonnaie belasten. Ganz wichtig ist es, diese Aufstellung unsentimental vorzunehmen. Denn Ihr Vermögen fragt nicht nach Vorlieben oder Hoffnungen; es bildet sich nach rein mathematischen Kriterien. Diese Einschränkung soll Sie jedoch keineswegs davon abhalten, nach persönlichen Vorlieben Werte zu schaffen, also zu investieren. Denn eines brauchen Sie auf jeden Fall als Voraussetzung für den Erfolg: Es ist notwendig, dass Sie sich mit Ihren Werten und Ihrem Vermögen beschäftigen. Nur wenn Sie so verfahren, erwerben Sie das nötige Know-how und erkennen die Gelegenheiten für gewinnträchtige Wertanlagen.

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