Berufsbild Digital Journalist – Geld verdienen mit Online-Marketing: Steuer Sozialversicherung Urheberrecht Fördermittel


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Wer als Online Journalist selbständig sein Geld verdient, muss Vieles beachten: Zum Beispiel muss er für Einnahmen Steuern abführen und beim Bloggen und Online Marketing auf diverse rechtliche Fallstricke achten.


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Wichtiger Hinweis: Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist VerlegerinBeraterin und Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb.

  Profil

Steuertipps für Blogger vom Experten

Als  Blogger mit verschiedenen Einnahmequellen kann man schnell zwischen allen Stühlen hocken, was Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Sozialversicherung angeht. M.E. liegt das daran, dass die Gesetzeslage einfach um Lichtjahre der tatsächlichen beruflichen Realität vieler Menschen in diesem Land und der Internetentwicklung hinterherhinkt.

Um so mehr habe ich mich gefreut, dass Steuerberater Rüdiger Schaar dieses Thema sehr ausführlich in einem wirklich guten Gastbeitrag auf mediadigital.de, dem Blog meiner Kollegin Ulrike Langer, behandelt hat. Darin geht er z.B. auch auf die steuerliche Behandlung von Leuten ein, die bei fester Anstellung nebenher bloggen.

Schaar, der für Freischreiber, den Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, eine Hotline zu allen Fragen der Steuer und der Künstlersozialkasse, betreut, nimmt in dem Beitrag auch Stellung zur Umsatzsteuer von Social-Payment-Diensten.

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Social Payments sind Umsatzsteuerpflichtig

Demnach sind deren Einnahmen, auch wenn sie aus dem Ausland überwiesen werden, dennoch in Deutschland umsatzsteuerpflichtig, und zwar mit 7%, wie der Experte sagt.

Nachdem ich nun gestern mit Ulrike Langer eine kurze, angeregte Diskussion bei Twitter über Umsätze aus dem Ausland geführt habe, war ich kurz ein wenig verwirrt, wie das denn nun mit Werbeeinnahmen z.B. von Google-Adsense oder Einnahmen via Paypal aussieht.

Einnahmen aus dem Ausland sind nicht gleich Einnahmen aus dem Ausland

Nach einigem Recherchieren und Nachdenken meine ich des Rätsels Lösung gefunden zu haben – ich lasse mich von Experten aber gerne eines besseren Belehren und würde diesen Beitrag dann auch entsprechend updaten:

Wenn ich das richtig verstanden haben, gilt das mit der Umsatzsteuerpflicht in Deutschland eben nur für Social Payment Dienste, weil hier zwar das Geld letztendlich aus dem Ausland kommt, die Leistung – also das Schreiben der Texte und das Bezahlen durch den Leser – aber in Deutschland erfolgt sind.

Umsatzsteuergesetz §3

Bei Werbeinnahmen hingegen erbringt man seine Dienstleistung hingegen für ein im Ausland ansäßiges Unternehmen, daher fällt die Umsatzsteuer auch dort an. Werbung ist in Absatz 4 des Umsatzsteuergesetzes  3 auch extra als sonstige Leistungen aufgeführt.

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Weitere nützliche Informationen fand ich auf Meetinx. Der Artikel ist zwar schon älter wurde, dieser Sachverhalt ist aber offenbar gleich geblieben. Mehr Informationen zu neuen/alten Regelung des Umsatzsteuergestzes bietet Mediafon.de, leider ohne explizit auf das Thema Werbung einzugehen.

Ganz am Ende des Beitrags geht Schaar noch auf einen ganz anderen Punkt ein: Die Gewerbesteuerpflicht, die bei Werbung anfällt – wenn auch erst ab einem Nettogewinn von 24.500 Euro im Jahr.

Sozialversicherung

Viel problematischer könnten für freie Journalisten, die über die Künstlersozialkasse versichert sind, die Werbeinnahmen in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht sein: Schaar schreibt dazu:

“Wenn die (Werbe)Schaltung über 4.800 Euro Gewinn im Jahr abwirft, entfällt der 50%-ige Zuschuss der Künstlersozialkasse zur Krankenversicherung. Ein Zuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt allerdings erhalten.”

Auch wenn ich dem grundsätzlich von der Logik her zustimmen würde, steht auf der Website der KSK etwas anderes: Eine Gewerbeanmeldung ist nämlich für die Versicherungspflicht nach dem KSVG ebenso wenig Voraussetzung, wie sie ein Ausschlussgrund ist.  Also vielleicht doch erstmal im Einzelfall bei der KSK nachfragen und die eigene Situation schildern?

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Das Kreuz mit dem Urheberrecht!

Neben Steuern und Sozialversicherun kann auch das Urheberrecht Probleme machen. Die Idee, mit Bloggen Geld zu verdienen, ist ja auch deshalb so beliebt, weil eigentlich jeder einfach so loslegen kann: Blog aufsetzen, was Interessantes reinschreiben, Reichweite aufbauen (z.B. mit Twitter) – fertig.. oder so… Das allerdings könnte sich bald ändern, wenn diese Freiheiten eingeschränkt werden. Ansätze dazu gibt es bereits.

Kennt man vielleicht: Bei YouTube ein bestimmtes Video angeklickt, vielleicht weil ausländische Freunde einen bei Facebook darauf aufmerksam gemacht haben – und dann das: “Dieses Video ist in ihrem Land nicht verfügbar”. Grund: Urheberrechtsansprüche. Nun gut denkt man, bei ein paar Videos macht das nichts, es gibt ja noch genug Gratisangebote im Netz, einfach weiterklicken.

Netzneutralität in der Diskussion

Leider könnte das bald anders aussehen. Denn seit einigen Wochen wird nicht nur in Deutschland aktiv über das Thema Netzneutralität diskutiert: Dabei geht es verkürzt gesagt, darum, dass nicht mehr alle Inhalte/Datenpakete im Netz mit gleicher Schnelligkeit transportiert werden.

Das könnte für Leser im Endeffekt bedeuteten, dass Inhalte am Ende nicht mehr gewohnt zur Verfügung stehen – wie das in der Praxis aussehen kann, steht hat netzwertig.com sehr treffend beschrieben (und für die Insider: Ja, ich habe auch die Diskussion darüber gelesen, ob es sich tatsächlich um echte Einschränkung der Netzneutralität handelt, finde es aber ein gutes Beispiel zu Demonstration des Effekts.)

Neue Indizien für eine alte Debatte

Für den Leser ist diese Einschränkung der Freiheit schon nicht schön, für Blogger könnte es allerdings noch mehr bedeuten: Dass nämlich der eigene Blog deutlich langsamer wird, Leser und damit Einnahmen wegfallen. Die Debatte um Netzneutralität ist  nicht neu – in letzter Zeit gab es allerdings verschiedene Vorstöße von Netzbetreibern, diese Einzuschränken, wie netzwertig.com im Überblick zeigt: Die spanische Telefongesellschaft Telefonica beispielsweise kündigte an, Inhalteanbieter zur Kasse bitten zu wollen.

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Telekom-Chef René Oberman verteidigte eine differenzierte Bepreisung von Daten, die im Telekomnetz übertragen werden. Und Google verhandelte angeblich mit dem US-Telekommunikationsanbieter Verizon über eine  Bevorzugung bestimmter Daten in Verizons Netzen gegen Bezahlung.

Schleichende Veränderungen

Kritiker befürchten allerdings, dass die Änderungen nicht plötzlich und unerwartet von statten gehen, sondern sukzessive schleichend: Da wird mal hier ein Datenpaket kostenpflichtig, dann zahlt man hier für eine Leistung extra – bis schließlich frei verfügbare Inhalte, wie wir sie heute kennen, der Vergangenheit angehören.

Längst hat sich dagegen Widerstand formiert: Auf der Website der Initiative Pro-Netzneutralität kann man für das Fortbestehen der Netzneutralität virtuell unterschreiben. Dass es bislang erst noch nicht einmal 10.000 Unterschriften gibt, ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass es bisher kaum gelang, für dieses wichtige, aber komplexe Thema eine breite Öffentlichkeit zu finden.

Unterliegt Twitter als Rundfunk den Landesmedienanstalten

Regulierungsansprüche auf Internetinhalte, die man in Blogs oder bei Twitter verbreitet, könnte es allerdings auch von anderer Seite geben.

Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hatte bei der Eröffnungsrede der Münchner Medientage am Mittwoch erklärt, Internet sei Rundfunk. Privater Rundfunk wird in Deutschland durch die Landesmedienanstalten reguliert. Der Geschäftsführer der Bayerischen Landesmedienanstalt BLM, Martin Gebrande, relativierte die Aussage des Ministerpräsidenten am Mittwoch auf einer Podiumsdiskussion dahingehend, dass Rundfunk ein lineares Medium sei, das suggestiv wirken müsse. Zudem gäbe es in Bayern nur eine Informationspflicht für rundfunkähnliche Online-Angebote wie bisher Webradio oder WebTV, wenn diese mehr als 500 Nutzer in ihren Streams erreichen würden.

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5.000 Euro für Twitter-Kanal mit mehr als 500 Followern?

Die Isarrunde aus München hat aus diesen Aussagen folgendes Fazit gezogen: “Sollte die Bayerische Staatsregierung bei der Aussage von Horst Seehofer bleiben und versteht man die Aussagen des BLM-Geschäftsführers, Martin Gebrande, richtig, so müsste etwa ein Twitter-Account mit mehr als 500 Followern ein Rundfunkangebot sein.” Auf Twitterer mit über 500 Followern könnten dann Kosten von 5.000 zukommen.

Um dem vorzubeugen und rechtssicherheit zu erlangen, hat die Isarrunde ihren Twitterkanal, und nur diesen, als Rundfunkangebot im Internet angemeldet. Michael Praetorius überreichte dem Geschäftsführer der bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Martin Gebrande, persönlich das ausgefüllte Formular von der BLM-Website zur Anzeige eines Internet-Rundfunkprogramms. Akzeptiert die BML die Anmeldung, müssen die Isarrunde-Twitter 5.000 Euro zahlen.

Was bringt die Sache?

Aber nicht nur: Eine solche Entscheidung würde sich vermutlich auch auf alle anderen Twitter-Kanäle auswirken. Dürfen wir also demnächst alle 5.000 Euro zahlen? Für Prätorius, dem ich bei einem Telefonat am Dienstag genau diese Frage nach dem tiefen Sinn der Aktion stellte geht es um mehr:

“Wenn die Landesmedienanstallt den Antrag ablehnt, kann man über ihre Daseinsberechtigung als Regulierungsbehörde diskutieren. Wenn Sie dem Antrag jedoch zustimmt erhebt damit eine bayrische Behörde Anspruch auf Twitter – und das muss man auf jeden Fall diskutieren!”

Neben diversen mehr oder weniger seriösen Werbeformen gibt es noch die Möglichkeit, durch Werbung Geld zu verdienen – durch öffentliche Förderung oder eine Paywall. Lohnt sich das?

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Offentliche Förderung als Finanzierungsform für Blogger

Eine Finanzierungsform, die ich selbst bislang noch nicht ausprobiert habe, weil ich gar nicht daran gedacht hatte: Öffentliche Mittel. Dafür muss der Blogs natürlich auch im öffentlichen Interesse liegen. Der Journalist Matthias Spielkamp hat es vorgemacht und dankenswerterweise eine Präsentation dazu veröffentlicht. Anlass für Spielkamps Präsentation war der Zukunftskongress der Journalisten-Vereinigung Freischreiber.

Hier sprach Spielkamp im Workshop “Spaß kann man nicht essen – Geld und Geschäftsmodelle” über Journalisten als Unternehmer. Nachdem die anschließende Podiumsdiskussion von Zuhörer Felix Schwenzel kritisiert worden war, widmete sich Spielkamp in seinem Immateriblog noch einmal ausführlicher dem Thema, weil er die Diskussion unbefriedigend fand. In der Präsentatiopn beschreibt er, wie er seine Plattform irights.info zum Thema Urheberrecht in der digitalen Welt aufgebaut hat. Von 2004 bis 2006 wurde er 18 Monate lang vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

Trotz Grimme-Online Arward und zahlreicher Projektanträge gab es jedoch erst 2008 wieder eine neue Förderung durch das Bundesforschungsministerium und die Kulturstiftung des Bundes. Spielkamp resümiert: Es ist unmöglich, eine Anschlussförderung zu bekommen, egal wie erfolgreich das Projekt ist. Und: Der Aufwand, für kleinere Projekte Anträge zu stellen, ist zu groß!

Alternative Paid Content

Vor einigen Wochen noch habe ich ein (zunächst) lukrative scheinendes Angebot von 500 Euro monatlich abgelehnt, weil der Vermarkter sich ständig widersprechende Angaben machte, mich mit fadenscheinigen Argumenten zu überzeugen versuchte und letztendlich ausgesprochen unseriös wirkte. Traurig sowas.

Wie aber sehen die Alternativen aus? Flattr beispielsweise ist theoretisch eine schöne Sache: Leser bezahlen freiwillig mit einer Art Micropayment-System, wenn ihnen ein Beitrag gefällt – und zwar in kleinen Cent-Beträgen. In der Praxis funktioniert es aber nicht auf jedem Blog. Und am meisten verdient Flattr selbst.

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Micropaymentdienst Flattr

Der eine oder andere hat es schon gesehen: Auf meinem Blog gibt es nun auch den grün-weiß-orangenen Flattr-Button, mit dem Leser per Micropayment kleine Summen Geld spenden können, wenn ihnen ein Artikel gefällt. Um ehrlich zu sein war – und bin ich noch – ich skeptisch, ob das auf meinem Blog zu einem nennenswerten Ergebnis führt.

Flattr ist ein Wortschöpfung aus “to flatter” (jemandem schmeicheln) und “flat fee” (Pauschalpreis). Die Frage ist jedoch: Ist Flattr wirklich ein langfristiges Geschäftsmodell – oder nicht viel mehr als ein Grashalm im Wind? Es funktioniert jedenfalls so: Wer sich bei flattr anmeldet, kann einen monatlichen Betrag zwischen 2 und 100 Euro per Klick auf den Button an Webseiten seiner Wahl verteilen – vorausgesetzt der Blogger oder Webseitenbetreiber hat die Seite bei flattr angemeldet und den Button installiert. Eine sehr gute Erklärung findet man bei Selbständig im Netz!

Was Flattr wirklich bringt

Das im Web bereits vieldiskutierte Problem bei Flattr ist allerdings: Man kann nur spenden, wenn man sich vorher einloggt. Und genau die Motivation, sich bei Flattr überhaupt einen Account anzulegen, bringen in der Regel nur Menschen mit, die ohnehin in der Blog- und Web 2.0-Sphäre unterwegs sind – und zwar auf Seiten, die sich auch genau mit diesen Themen beschäftigen.

Das sorgte für kräftig Diskussionsstoff – und viele Erfahrungsberichte zu dem Thema gibt es bereits: Etwa bei Daniel Fiene. Felix Schwenzel oder Stephan Niggemeier. Auch kritische Stimmen sind zu hören, etwa auf Netzpanorama, von Don Alphonso oder Sascha Lobo. Eine monatliche Übersicht über die meistgeflatterten deutschen Beiträge bietet Carta.

Auf die Zielgruppe kommt es an

Wenn Leser bezahlen sollen, kommt es außerdem auf die richtige Zielgruppe an: Auf Best of HR – Berufebilder.de® geht es hingegen klassische Karrierethemen: Dementsprechen breit ist meine Leserschaft. Und deswegen finden sich darunter viele, die mit dem Flattr-Button gar nichts anzufangen wissen, einfach weil sie von der Diskussion um Flattr gar nichts mitbekommen haben.

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Denn wie wenig der normale Internetnutzer den Slang der Nerds versteht, merke ich schon daran, wie selten, der “Gefällt-mir-Button” gecklickt wird oder welche Kommentare ich zur Navigation auf der Seite erhalte. Daran sieht man, wie Dinge, die für mich völlig logisch sind, auf manche User wirken- und dass man sich als Blogger darauf einstellen muss, was ein fortwährender Optimierungsprozess ist.

Sind Leser bereit, für Inhalte zu bezahlen? Achtung Publikumsbeschimpfung!

Aber es gibt noch einen anderen Grund: Ich bin auch nach wie vor skeptisch, dass Internetnutzer überhaupt bereits sind, für Inhalte im Netz zu zahlen. Die Mitnahmementalität ist doch recht groß – die Gratiskultur auch!

Wenn, dann überhaupt nur ein kleiner Teil davon, der versteht, dass man die ganze Arbeit nicht umsonst leisten kann und dass es manchmal für Blogger schön ist, auch ein wenig Anerkennung zu bekommen. Insofern freue ich mich im Zuge des Flattr-Experiments über jede positive Überraschung!

Erfahrungen mit Flattr

Bisher hatee ich daher vor allem auf Werbung gesetzt, um Geld zu verdienen – und bin auch nach wie vor der Ansicht, dass man hier mehr Geld zusammenbekommt. Dass ich dennoch auch Flattr eingebaut habe, hat mehrere Gründe. Zum einen gab es einige Leser-Beschwerden über die störende Werbung. Ich selbst fand auch, dass unter der zeitweise zu viel vorhandenen Werbung Benutzerfreundlichkeit und Design stark gelitten haben. Schließlich finde noch einen anderen Aspekt wichtig: Sie gegenseitig unterstützen und vernetzen – und gleichzeitig die eigene Arbeit transparent mache. Und auch dazu trägt flattr bei.

Am Ende habe ich den Flattr-Button dann wieder ausgebaut. Mein Testmonat hat nun gezeigt, dass meine Skepsis berechtigt war: Ganze 74 Cent habe ich über flattre eingenommen. Ich war von Anfang an skeptisch, ob das Prinzip funktionieren würde: Um als Leser überhaupt Flattren zu können, muss man 1,8 Prozent des gewählten Betrages + 35 Cent pro Überweisung an Paypal abtreten. Und auch Flattr nimmt 10 Prozent der Gebühren. Heißt im Klartext: Um 2 Euro im Monat zu flattren muss ich mal mindestens drei Euro einzahlen. Ich finde das, ehrlich gesagt, ein bisschen krass: kein Wunder, dass Flattr sich bislang nur bei denjenigen durchgesetzt hat, die selbst von dem Bezahlsystem profitieren. Was dabei dann herauskommt, ist das was Sascha Lobo und viele anderen Prophezeiten: Ein System, in der sich die Blogger selbst das Geld hin und herschieben und dafür noch Gebühren zahlen.

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Wo Flattr funktioniert und wo nicht

Um das aber klar zu sagen: Natürlich funktioniert Flattr für einige Blogs sehr gut. Nämlich genau für die bekannteren Blogs, die in der Blogger-Szene auch gelesen werden. Oder diejenigen, mit denen sich die Leser identifizieren, die also eine richtige Community haben. Auf meinem Blog ist das nicht der Fall, weil Karrierethemen einen anderen Leserkreis ansprechen. Einen, der häufig über Google kommt und nach schnell verwertbaren Informationen und Tipps für seinen Berufsalltag sucht.

Ich habe aber auch festgestellt, dass im gleichen Zeitraum vergleichsweise oft der Facebook-gefällt-mir-Button geklickt wurde – ein Indiz also, dass die Leser durchaus partizipieren – aber offenbar eben nur bis zu einer gewissen Grenze. Vielleicht sind aber auch die oben schon beschriebenen technischen Hindernisse ein so großes Problem, dass viele Leser zwar den “Gefällt-mir-Button” klicken, aber eben nicht Flattr? Eben weil man halt bei Facebook schon registriert ist? In dem Fall könnte, bei aller Kritik an Facebook, ein in das soziale Netzwerk integriertes Bezahlsystem für Blogs helfen. Oder ist es einfach doch, weil es halt nichts kostet, in Facebook den Gefällt-mir-Button zu klicken?

Technische Probleme

Flattr führt darüer hinaus zu weiteren technischen Problemen, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte: Der Flattr-Button machte als weiteres Java-Script mein Blog langsamer. Und zwar bedeutend langsamer: Bis zu einer halben Minute hat es dank Flattr-Button gedauert, bis die Site vollständig geladen war. Ein Unding! Also weg mit dem Ding und siehe da, die Site lädt wieder bedeutend schneller.

Denn gute Idee hin oder her: Sicherlich kann man mal investieren und Flattr ausprobieren – schon alleine um die an sich gute Idee zu unterstützen. Wenn die Site aber dadurch langsamer wird, wodurch am Ende vermutlich auch die Zugriffszahlen sinken – dann bringt flattr nicht nur kein Geld ein, sondern schadet am Ende sogar.

Best of HR – Berufebilder.de®

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Textlinks

Eine vergleichsweise erfolgreiche Methode, die einfach umzusetzen ist und auch einiges an Geld bringt, sind Textlinks. Leider bergen ungekennzeichnete Textlinks einige juristische Schwierigkeiten und auch Google kann Probleme machen.

Textlinks können eine gute Einnahmequelle sein. Doch neben diversen juristischen Problemen sieht auch Google diese nicht gerne. Das Paradoxe: Wo die juristischen Probleme aufhören, fangen die Probleme mit Google erst an!

Aufgrund des automatischen Einbaus entschied ich mich zunächst für Linklift. Linklift bietet ein Plugin an, das Textlink automatisch in die Sidebar einfügt. Allerdings muss man sich jedes Mal bei Linklift einloggen, um die Links auch freizugeben – es sei denn, es ist einem egal, welche Links auf der eigenen Seite erscheinen.

Wie funktioniert Linklift?

Daneben bietet Linklift auch die Möglichkeit, Postlinks automatisiert in den Text einzbauen. Das geht so: Der Kunde bucht ein einzelnes Keyword in einem Text. Wenn man die Buchung akzeptiert, wird das Keyword in dem Text automatisch gehyperlinkt und mit der entsprechenden Seite verlinkt.

Für die Textlinks in der Sidebar bekommt man etwas mehr, für die einzelnen Textlinks 8-10 Euro. In jedem Fall nimmt Linklift für seinen automatisierten Einbau 30 Prozent der Einnahmen. Da die ganze Sache letztendlich nicht ganz so stressfrei ist, wie Linklift auf den ersten Blick suggeriert, eine stolze Summe.

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Wie viel kann man damit verdienen?

Das funktioniert so recht gut, man kann es dadurch auch mit einem kleineren bis mittleren Blog zu einigen hundert Euro Einnahmen im Monat bringen.

Allerdings sind diese Einnahmen endlich: Zum einen ist vor allem Linklift sehr restriktiv dabei, die Anzahl der Textlinks zu begrenzen, zum anderen stehen dem Google und die Gesetze entgegen. Mehr zu diesen Problemen im nächsten Post.

Achtung Textlik-Farmen

Textlinks machen nicht nur juristische Probleme. Auch Google mag sie nicht und hat schon öfter Aktionen dagegen angekündigt. Das habe ich am eigenen Leib erfahren: Also ich vergangenes Jahr im August aus dem Urlaub wiederkam, hatte Google meiner Seite einfach einen niedrigeren Pagerank verpasst.

Offenbar war die Textlink-Sammlung in der Sidebar ein Problem für Google gewesen. Offenbar bewertet Google eine Ansammlung mehrerer Links, zumal diese nicht Themenrelevant sind, als problematisch. Vielleicht führte auch die Überschrift “Werbung” zu Problemen?

Als Konsequenz daraus habe ich mich von Linklift als Textlinkvermarkter getrennt. Über die juristischen Probleme, die ich mit diesem Anbieter hatte, habe ich an anderer Stelle schon geschrieben.

Keine automatische Entfernung

Nun musste ich bei genauerem Hinsehen auch noch feststellen, dass das Linklift-Plugin zwar automatisch Texte in die Beiträge eingebaut hatte, diese aber nicht ebenso wieder automatisch entfernt hatte. Dafür hätte ich selbst Sorge zu tragen, informierte man mich.

Danach habe ich Textlinks über Teliad vermarktet. Hier lassen sich alle Links problemlos als Werbung kennzeichnen, weil man sie ohnehin manuell einbauen muss. Man wird aber regelmäßig auch darüber informiert, dass das Angebot endet und man die Werbung wieder rausnehmen kann.

Achtung Preisbremser

Allerdings bietet auch Teliad Nachteile: Angeblich darf ein Blogger hier den Preis selbst bestimmen. Aber: Preiserhöhungen sind hernach nur noch in einem bestimmten Rahmen möglich und eine bestimmte Grenze darf nicht überschritten werden – ohne das einem das vorher einer sagt!

Als ich ein zweites Angebot einstellen wollte mit einem deutlich höheren Grundpreis (um die Problematik zu umgehen) wurde dies mit zunächst fadenscheinigen Angeboten abgelehnt. Erst bei genauerem Nachfragen kam heraus, dass dem Vermarkter der Preis zu hoch gewesen war.

Angebot und Nachfrage

Auf der Website steht nach wie vor, dass ich den Preis selbst bestimmen darf. Erst auf Nachfrage räumt Teliad ein, dass es seine Kunden vor übertriebenen Preisschwankungen schützen will. In Wahrheit hat Teliad natürlich Angst davor, dass die zahlenden Kunden abspringen.

Für mich widerspricht das den Gesetzen von Angebot und Nachfrage: Wenn meine Seite ausgebucht wäre, würde ich die Preise erhöhen wollen. Wenn jedoch die Nachfrage nachlässt, würde ich mit dem Preis nach unten gehen wollen. Bei Teliad ist es jedoch unmöglich so flexibel zu agieren, weil man für die Kunden möglichst billig sein will!

Arme Schweine

Die Preisschraube immer weiter nach unten zu drehen, kann jedoch auch bei der Textlinkvermarktung nichts sein, was auf Dauer funktioniert. Wie ich aus meiner über sechsjährigen Tätigkeit als freie Journalistin weiß, bringt es überhaupt nichts, sich nur über den Preis von der Konkurrenz abzuheben.

Wer so agiert hat, es nötig! Oder, krass gesagt: Was sind das eigentlich für arme Schweine, die so agieren müssen? Und damit meine ich ausdrücklich diverse Online-Vermarkter ganz allgemein. Wie sollen wir Blogger uns denn effizient vermarkten, wenn die Leute, die mir diese Arbeit abnehmen sollen, sich bei den Preisverhandlungen nicht durchsetzen können? Etwas mehr Selbstbewusstsein bitte – bei den Bloggern und den Vermarktern.

Was bringen Textlinks wirklich?

Textlinks können kurzfristig etwas Geld in die Kasse spülen – doch die Summe ist absehbar. Allerdings kommt es solchen Anbietern nicht auf eine langristige Vermarktung sondern eben nur auf die kurzfristigen Erfolge an. Mit Textlinks können immerhin auch kleinere und mittlere Blogs einige hundert Euro im Monat verdienen. Allerdings birgt diese Methode einige rechtliche Probleme – z.B. wenn automatisiert ungekennzeichnete Postlinks in den Text eingefügt werden. Dagegen gibt es Gesetze – an die sich nur keiner hält.

Linklift und auch andere Textlink-Vermarkter bieten Postlinks an, bei denen einzelne Wörter eines Textes als Link zum Kunden gehyperlinkt werden. Bei Linklift läuft dieses automatisch über ein Plugin – das ist zwar praktisch, lässt aber keine Möglichkeit, diese Links auch als Werbung zu kennzeichnen!

Wenn juristische Probleme lauern

Dies verstößt allerdings gegen das Telemediengesetz, gegen §5 um genau zu sein, das die Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung vorsieht, so dass Bloggern, die dies mitmachen, die Gefahr einer Abmahnung droht.

Und es verstößt gegen die Schwarze Liste im Gesetz gegen Unlauteren Wettbewerb, gegen Punkt 11 um genau zu sein, die es auch Unternehmen untersagt, redaktionelle Inhalte zu Werbezwecken zu buchen, die nicht eindeutig als Werbung gekennzeichnet sind. Dadurch droht auch den Kunden, die solche Textlinks buchen, eine Abmahnung.

Leserverarsche und Juristisch bedenklich

Um das klar zu sagen: Nach meinen Erfahrungen juckt die meisten Vermarkter dieses Gesetzeslage wenig. Ich habe Linklift und später auch andere Unternehmen darauf aufmerksam gemacht, es interessiert sie einfach nicht.

Wahrscheinlich, weil es wegen dieser Gesetze weder bislang zu irgendwelchen bekannteren Abmahnunfällen  und schon gar nicht Gerichtsurteilen kam. Das Gesetzespapier ist eben geduldig, die Textlinks wird auch niemand so ohne weiteres finden. Das einzige, wovor Vermarkter sich wirklich fürchten, ist Google – deshalb wollen sie die Sachen nicht kennzeichnen – sagt zumindest Linklift. Doch wohl eher auch, weil damit der Wettbewerbsvorteil wegfiele.

Werbung eigenhändig kennzeichnen?

Die Vermarkter machen also nix. Daher muss jeder für sich entscheiden, wie er mit dieser Gesetzeslage umgeht. Ich persönlich habe die Postlinks mittels eines Plugins und eines speziellen Icons als Werbung gekennzeichnet.

Weil ich dem Gesetz folge leisten wollte, bekam ich allerdings mit Linklift erheblichen Ärger: Man kritisierte, dass die Textlinks so für Google viel schneller als gekaufte Links aufzufinden und abzustrafen seien (zu dieser Problematik im nächsten Post). Zwar ließ man mich eine Weile gwähren, machte mir jedoch im halbjährlichen Turnus wieder Ärger.

Ein kaum beachtetes Problem

Ich habe mich schlußendlich von Linklift als Vermarkter getrennt und auf einige hundert Euro Werbeinanhmen im Monat verzichtet. Mich wundert, dass das Thema in der Bloggerszene bislang kaum thematisiert wurde.

Vor einigen Jahren habe ich Marcus Beckedahl, der ja vielen als Vorbild des unkommerziellen Bloggens gilt, auf das Thema angesprochen, weil ich dachte, dass das eigentlich viele interessieren müsste – aber keine Antwort erhalten.

Wo es Geld gibt, wird nicht so genau hingeschaut?

Möglicherweise ist die rechtliche Grundlage dieses Problems vielen unbekannt. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass Linklift sich besonders bemüht, seine Publisher, aber auch seine Kunden über diese Problematik aufzuklären.

Dass auch renommierte Unternehmen wie die Volkswagen-Bank mit solch unseriösen Methoden werben, die damals zumindest bei Linklift aktiv waren, erkläre ich mir nur so, dass die Entscheider beim Unternehmen die technischen Zusammenhänge unbekannt sind. Und da in solche Entscheidungsprozesse oft mehrere Vermarkter involviert sind, bis die Werbung auf dem Blog erscheint, sind sie am Ende fein raus. Aber vielleicht nehmen sie das geringe Risiko, erwischt zu werden, auch billigend in Kauf?

Peanuts?

Vielleicht finden die meisten aber auch, dass das einfach Peanuts sind, ein paar Euro durch Textlinks zu verdienen, selbst wenn es streng genommen ein wenig illegal ist.

Ich habe in letzter Zeit mit einigen Leuten darüber gesprochen: Vielen scheint schon klar zu sein, dass das irgendwie nicht gut ist, aber viele machen es irgendwie, weil gerade Postlinks als Werbung kaum auffallen, die Gefahr des Entdeckt-Werdens und der damit verbundenen juristischen Konsequenzen und der Rufschädigung also gering sind. Vielleicht schreibt daher niemand darüber – die Kuh, die man melkt, schlachtet man nicht?

Konsequenzen aus unseriöse Werbung für alle

Ich sehe das ein wenig anders: So lange Unternehmen für vergleichsweise wenig Geld unseriöse, aber effektive Werbung machen können – warum sollten Sie da vernünftiges Geld für seriöse, gekennzeichnete Werbung ausgeben?

Im Ergebnis wird sich an den momentan schlechten Preisen auf dem Werbemarkt auch weiterhin nichts ändern! Leserverarsche ist doch so viel praktischer! Und das kann auch zu juristischen Problemen führen.

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Sinn und Unsinn vor Affiliate-Werbung: Sascha Pallenberg ist schuld

Affiliate-Programme hielt ich lange Zeit für sinnlos: Die wenigsten Leser kaufen wirklich etwas, ich mache aber die ganze Zeit Werbung auf der Seite. Allmählich ändere ich meine Meinung – man muss wissen, wie man es einsetzt. Schuld ist Sascha Pallenberg. Der erklärte in einem Interview, dass der Großteil seiner fünfstelligen, monatlichen Summe, die er mit seinem Blog erwirtschaftet, aus Affiliate-Programmen stammt.

Genau das konnte ich kaum glauben, hatte ich doch seit Jahren immer mal wieder mit Affiliate-Programmen experimentiert und versuche auch meine Bücher über Amazon zu vermarkten – mit mäßigem Erfolg.

Abhängig von Inhalt und Zielgruppe

Man muss aber genauer hinschauen. Pallenbergs Beispiel zeigt auch, wie sehr der Erfolg von Affiliate-Programmen vom Thema des Blogs und der Zielgruppe abhängt – denn beides muss passgenau zur Affiliate-Werbung passen. Pallenberg selbst schreibt über teuere technische Geräte. Kauft ein User das über seinen Blog, hat er einen ungleich höheren verdienst als wenn ein Leser bei mir z.B. ein rezensiertes Buch kauft.

Ein Beispiel: Mein bester Blogpost ist der zum Thema Krankenversicherung bei Minijob, der jeden Monat tausende von Lesern unter dem Keyword “Minijob Krankenversicherung” findet. Google-Adsense-Werbung läuft auf diesem Post hervorragend.

Irgendwann kam ich auf die Idee, in diese Seite einen Versicherungsvergleich einzubauen – weil es ja irgendwie zum Thema passt.

Juristisch bedenklich

Der wurde zwar fleißig geklickt, Abgeschlossen wurde jedoch nichts. Der Grund: Minijobber, die in der Regel vergleichsweise wenig Geld haben, werden eher selten eine private Krankenversicherung abschließen – oder nur dann, wenn sie keine andere Wahl haben; z.B. dann, wenn sie die Vorversicherungszeiten für die gesetzliche Krankenkasse nicht erfüllen. Nicht alles was zu passen scheint, passt auch!

Beim Affiliate Anbieter empfahl man mir, den Versicherungsvergleich auch im Text lobend zu erwähnen. Dies aber wäre nicht nur ungesetzlich, sondern würde auch meinem moralischen Anspruch einer objektiven, kritischen Berichterstattung widersprechen. Übrigens längst nicht das einzige mal, wo ich mich über die laxe Haltung von Online-Vermarktern zur Vermischung von Inhalt und Werbung wundere (dazu mehr in weiteren Berichten)!

Passgenaue Angebote

Im Gegensatz dazu wurden über diesen Blog schon einige BahnCards 25 verkauft. Denn da ich manchmal auch Verbraucherthemen behandle, habe ich eine ganze Artikelserie zu den Fahrpreisen der Deutschen Bahn geschrieben, wodurch ich bei Google zu den Suchbegriffen BahnCard 25 bzw. 50 erstaunlich weit vorne gelistet bin – jedenfalls weiter vorne als stern.de, für die ich den Artikel damals schrieb!

Das brachte mich auf die Idee, Affiliate-Werbung der Deutschen Bahn einzubauen, die ich übrigens hier auch gleich kritisiert habe. Meine Überlegung dabei: Wer sich über BahnCards informiert, denkt ohnehin darüber nach, ein zu kaufen. Ich sage in den Texten meine ehrliche Meinung. Und es gibt zu den BahnCards kein Konkurrenzprodukt – warum sollen die Leute also nicht eine über meine Seite kaufen?

Werbung und Objektivität?

Als jemand, der Geld verdienen möchte, schneide ich mir jedoch ins eigene Fleisch: Ich halte die BahnCard 25 ökonmisch günstiger, das habe ich auch geschrieben, die BahnCard 50 hingegen kritisiere ich, u.a. weil sie sich nicht auf die Sparpreise anrechnen lässt. Tatsächlich wurde über meine Seite noch keine einzige BahnCard 50 verkauft.

Das zeigt auch einmal mehr, wie weit sich Verbraucher in ihren Kaufentscheidungen auch von Blogtexten und Meinungen im Internet beeinflussen lassen – und welche Verantwortung wir als Blogger gegenüber unseren Lesern haben.

Google Adsense – auf die Platzierung kommt es an

Eine gute Methode, relativ schnell zu Werbeinnanhmen zu kommen, ist Google Adsense Einfaches Handling, schnell eingebaut – allerdings hängt der Erfolg stark von der Positionierung und den Besucherzahlen ab.

Als Journalist, der mit seinen Texten Geld verdient, war mir von Anfang an klar, dass ich mit bzw. durch das Blog auch langfristig Geld verdienen möchte – denn nur das rechtfertigt für mich den hohen Zeitaufwand, den ich in die Texte und das Design investiere. Wie viele kleine Blogger experimentierte ich daher früh mit Google-Adsense herum. Anfangs hatte ich die Werbung, wie die meisten auch, in unterschiedlichen Formaten in der Sidebar. Die Ergebnisse bewegten sich hier allerdings im Cent-Bereich.

Schnell wurde mir klar: Adsense-Blöcke in Farbe und Schriftbild an das Design anzupassen, führte nicht zu den gewünschten Ergebnissen: Je unnauffällig der Adsense-Blöcke im Text waren, desto weniger wurden sie geklickt. Ich hatte daher lange Zeit blau-leuchtende Werbeanzeigen in einem Weiß-Grau-Rot-Schwarzen Design – erfolgreich, aber optisch einfach nicht schön.

Plugin-Lösungen sind unschön

Später nutzte ich Plugins, um die Texte an wechselnden Positionen im Text anzuzeigen. Das Ergebnis war deutlich besser, optisch gefiel mir diese Lösung aber nicht, weil ich nie genau festlegen konnte, wie die Werbeblöcke den Text umbrachen. Oft genug führte das im Text zu unschönen Ergbnissen, gerade auch im Zusammenspiel mit Fotos.

Eine bessere Lösung musste her! Zwischenzeitlich habe zwei Adsense-Blöcke im Format 250×250 zwischen Text und Überschrift eingebunden, was zu deutlich besseren Adsense-Einnahmen führte. Leider habe ich auf diese Weise einige Leser auch gleich wieder verloren, denn der darunter stehende Text wurde oft genug nicht mehr wahrgenommen.

Je Auffälliger, desto besser!

Mit dem Adsense-Format 468 x 60 erreichte ich jedoch bei Weitem nicht die selben Ergebnisse – offenbar war dieses Format wieder zu unauffällig und bot mit nur zwei Anzeigen wieder zu wenig Auswahl zum Klicken.

So verfiel ich mit einigem Aufwand auf die derzeitige Lösung: Zwei Adsense Blöcke im Format 300 x 250. Technisch möglich wurde dass, in dem ich die Seite noch einige Pixel breiter gemacht hatte.

Adsense-Einbau mit dem More-Tag

Und indem ich gezielt den More-Tag einsetze: Über dem jeweiligen Adsense-Block wird nun zunächst ein Teaser mit Einleitungstext vor dem More-Tag angezeigt, dann folgen, optisch abgesetzt, die Adsense-Blöcke – und schließlich der eigentliche Text.

Die Ergbnnisse haben sich dadurch noch verbessert: Offensichtlich honorieren die Leser die bessere Lesbarkeit und deutliche Abgrenzung der Werbeblöcke, gleichzeitig bleiben die Adsense-Blöcke jedoch nicht völlig unbeachtet. Und auch die Tatsache, dass nun 6 statt wie bei 250 x 250 nur 4 Anzeigen zu sehen sind, führt zu höheren Einnahmen.

Mehr Besucher, mehr Einnahmen

Natürlich führt daneben auch schlicht eine höhere Besucherzahl zu mehr Klicks auf die Adsense-Blöcke.

Und die wiederum lässt sich durch eine höhere Blog-Frequenz beeinflussen, denn je öfter ich blogge, desto mehr Besucher kommen auf den Blog – und zwar nicht nur auf den neuen Blog, sondern auch auf die Adsense-Starken älteren Beiträge.

Sie gelten vielen immer noch als das Non-Plus-Ultra der Werbung: Werbebanner! Rotierend, blinkend, irgendwo am Seitenrand und fast immer als Java-Script eingebunden. Aber ist die Vorreiterrolle auch berechtigt?

Als ich dann ganz naiv auf die Suche nach einem Vermarkter für mein Blog ging, war mein Ziel, auch endlich ein Werbebanner auf meine Seite zu bekommen. Dabei habe ich allerdings eines übersehen: Werbebanner ist nicht gleich Werbebanner. Da gibt es gewaltige Unterschiede.

Welche Bannerformen gibt es?

Es gibt Affiliate-Banner, für die mWelche Bannerformen gibt es?an nur Geld bekommt, wenn Leute sich irgendwo anmelden oder etwas kaufen. Es gibt Banner, bei denen nach einfachem Klick bezahlt wird. Und solche, bei denen nach Seitenaufruf honoriert wird, sprich, wenn die Werbung auf der Seite angezeigt wird, gibt’s Geld dafür.

Über Affiliate-Werbung, die vergleichsweise wenig bringt, und Google-Adsense, das auf meinem Blog recht gut läuft, habe ich ja schon geschrieben. Was bringt nun Werbung nach Page-Views? Die Antwort ist: wenig. Zumindest, wenn man einen Vermarkter zwischenschaltet, der 40 Prozent im Monat von den Werbeinnnahmen nimmt. In meinem Fall kam pro 1000 Seitenaufrufe ungefähr ein Euro heraus, das Ergebnis kann man sich nun nach einem Blick auf meine aktuellen Mediadaten leicht selbst ausrechnen.

Quantität statt Qualität: Wann rechnet sich Bannerwerbung?

Damit echte Bannerwerbung sich rechnet, braucht man schon einen großen Blog mit einigen Hunderttausenden, ja noch besser Millionen Seitenaufrufen im Monat.

Laut Sascha Pallenberg setzt sich ja in den USA allmählich die Einschätzung durch, dass es darauf ankommt, wer ein Blog liest – und nicht nur, wie viele Seitenaufrufe es hat. Da die Deutschen immer fünf Jahre hinterher hinken, brauchen wir hier wohl noch etwas Geduld, bis auch kleine und mittlere Blogs mit einer spezialisierten (Fach) Zielgruppe, wie etwa in meinem Fall Recruiter und Personalexperten, etwas mehr von dem Werbekuchen abbekommen werden.

Solange es um reine Quantität und nicht um Qualität geht, können Blogs wie meiner das Thema Bannerwerbung getrost vergessen. Zumal jedes Banner, das als Java-Script eingebaut ist, nicht nur die Optik verschandelt, sondern die Seite auch lahmer macht. Zumal die Java-Scripts gerne mal an die falsche Stelle springen, was, wie mein Vermarkter mit mitteilt, ein tolerierter Fehler in Firefox ist. Wie schön, dass der Fehler verschwunden ist, seit ich die Werbebanner ausgebaut habe!

Neue Werbeformen gesucht!

Zumal ich bis heute nicht richtig verstanden habe, warum Werbebanner eigentlich so populär sind: Sie lassen sich mit Ad-Blockern leicht ausblenden, sehen unschön aus und werden von Lesern erwiesenermaßen (Stichwort Bannerblindheit) kaum wahrgenommen. Dennoch sind sie nach wie vor die populärste Werbeform. Oder wie sagte Katharina Borchert in einem Interview so schön: “Wir haben noch nicht genug über neue Werbeformen nachgedacht.”

Also Leute, es muss doch Möglichkeiten für Werbetreibende geben, Leser etwas zielgruppenorierentierter (aber natürlich dennoch legal!) zu erreichen. Und es muss andererseits Werbetreibende geben, die auch Lust auf neue Werbeformen haben und nicht ewig die gleichen Banner buchen wollen? Oder ist die Stimmung bei den Werbeentscheidern momentan so schlecht, dass es keine neuen Experimentierformen gibt?

InText-Werbung

Etwas, das ich für sehr erfolgreich hielt, war InText-Werbung. Dennoch flog sie raus: Brachte zu wenig und beim Leser hinterließ sie ein ungutes Gefühl.

Werbung per Mouseover

InText-Werbung funktioniert so: Durch ein Script werden bestimmte Begriffe in einem Text mit Hyperlinks versehen. Und zwar in Grün (während die klassische Linkfarbe eher blau ist) und doppelt unterstrichen – im Unterschied zu herkömmlichen Links, die nur einfach unterstrichen werden. Fährt man dann mit der Maus drüber, poppt erst die als solche gekennzeichnete Werbung auf. Wenn man draufklickt, öffnet sich ein neues Fenster mit der Werbung. Erst hier gibt’s dann den Link zum Werbepartner.

Anders als Textlinks sind die automatisiert eingebauten Links nicht suchmaschinenrelevant und auch gekennzeichnet. Und anders als andere Werbeformen steht die Werbung dennoch genau da, wo der Leser am ehesten hinschaut: mitten im Text. Die ideale Werbeform also?

Die ideale Werbeform?

Aus Sicht des Werbetreibenden vielleicht. Aus Sicht des Lesers leider nicht! Denn die fühlten sich veräppelt und fragten mich per Kommentar, warum man denn bei jedem Klick auf einen Link nur auf Werbung gelangen würde. Sprich: Der Unterschied zwischen den normalen, richtigen Links und den Context-Werbelinks war nicht jedem klar. Selbst internet-affinen Lesern offenbar nicht. Ich hatte ehrlich mit so etwas gar nicht gerechnet: Vermutlich weil mir seit Jahren klar ist, dass doppelt unterstrichene Links Werbung bedeuten, ich deshalb gar nicht erst drauf klicke und mich die Werbeform gar nicht stört.

Und weil man nicht einstellen kann, welche Keywords denn nun gehyperlinkt werden, weil manchmal auch die richtigen Links überlappt wurden und das ganze auch nur so 30-50 Euro im Monat brachte – habe ich die InText-Werbung letztendlich dann auch wieder entfernt. Aus Unternehmersicht halt ich InText-Werbung nach wie vor für eine gute Idee, verstehe aber auch die Position des Lesers.


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  1. Antonia Kurz

    Hallo Herr Schaar,

    wie sieht es denn mit der Einkommenssteuererklärung für gesponsorte Produkte aus?
    Wenn ich diese für meinem Post verwende, gleicht die Benutzung ja einer Betriebsausgabe. Da mir das Produkt zugesendet wurde, gilt es aber gleichzeitig als Einnahme.
    Darf ich in diesem Fall von einem Nullgewinn ausgehen?

    Vielen Dank,
    MfG
    Antonia Kurz

  2. Dirk von marketing-im-business.de

    Flattr hat sich ganz heimlich still und leise verabschiedet oder? Dafür gibt es jetzt die VG Wort bei der ich ehrlich überlege teilzunehmen.

    Was denkt ihr so? Ab wann lohnt sich das?

    • Simone Janson

      Hallo Dirk,
      bei der VG-Wort wird jedes Jahr die Grenzen für die Mindestabrufe neu festgesetzt – und jedes Jahr ein wenig höher.
      Es ist halt ein wenig Aufwand, weil man zu jedem Beitrag einen Pixel einbauen und dann die Beiträge einzeln melden muss.

  3. Sascha Pallenberg

    Hallo Jannick,

    bzgl. der Tsunami-Ankuendigung bin ich mehrfach zurueckgerudert. Dennoch darf man nicht vergessen, dass eines der ehemals bekanntesten deutschen Blogs (aka Basicthinking)einzig und alleine aus dem Grund gekauft wurde, damit man dieses Netzwerk der Werbelinks aufbauen konnte. BT war der Tueroeffner fuer die Onlinekosten GmbH und das wird leider immer wieder gerne unter den Teppich gekehrt.

  4. Schwammiges Grundsatzpapier des BVDW zur Medien- & Netz-Politik: Überhebliches Lobby-Programm Marke Papier-Tiger | Berufebilder by Simone Janson

    […] es pauschal, ohne dass irgendwelche fundierten Belege für diese Aussage vorgelegt oder Modelle wie Flattr auch nur mit einem Wort erwähnt werden: Allerdings nimmt die Branche wahr, dass Verbraucher […]

  5. Christian

    danke für diesen interressanten Beitrag über Flattr. werde ich mir demnächst auch mal etwas näher ansehen.
    ach und dir auch noch sagen, in deinem Menü unter Datenbank ist ein Fehler, man kann nach Geowissenschaften kein Link mehr anklicken. Hoffe das hilft.

    • Simone Janson

      Ich hab es ja, wie dann später in der Serie wieder geschrieben, wieder ausgebaut. Momentan denke ich aber schon über den Wiedereinbau nach… ;-)

  6. Alper Iseri

    Danke für die Verlinkung auf meinen damaligen Beitrag. Ich erziele seit mehreren Jahren nun Einnahmen von Google AdSense und lasse meine komplette Steuererklärung stets durch einen Steuerberater erledigen. Soweit ich das beurteilen kann, hat sich an der Einschätzung von damals nichts wesentlich geändert.

    PS: Es wäre nett, wenn ihr meetinx schreibt anstatt meetnix ;-)

    • Simone Janson

      Hallo Herr Iseri, danke für das update und sorry für den Verschreiber – ich habe wohl zu viel Asterix gelesen ;-)

  7. Gerhardt

    Warum sind all die externen Links hier “noFollow” Frau Janson? Was haben Sie zu verlieren wenn die “follow” wären?

    Schwäbische Mentalität?

    • Simone Janson

      Nichts. Ich möchte einfach nur Seiten verlinke,die ich gut finde. Dafür ja auch wöchentlich die Linktipps.

  8. chris

    Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der …: Kann man mit Bloggen Geld verdienen?” werd…

  9. Gerhardt

    Liebe Frau Janson,

    ob Google diese Seiten bestraft oder nicht, davon merke ich zumindest nichts.
    Dort wo ich überall unterwegs bin merkt man davon wenig. Einfach ein Backlink zählt, und sonst nichts. Mal sehen was passiert wenn das Panda Update kommt. Die Seite auf ein “Keyword” trimmen, Werbung drauf packen und mit Goo Geld verdienen. Und was ich dabei schlimm finde, das viele Personen nicht in der Lage sind zu unterscheiden zwischen den einen Content und dem anderen. Wenn man auf eine Seite landet voll gespickt mit Werbung und auf einen “Keyword” getrimmt, muss man sich fragen ob der Content überhaupt glaubwürdig ist oder nicht. Diese “Internet Kompetenz” haben die wenigsten.
    “Inhalt” ist Heute “Massenware” und nicht “Qualitätsware”, und das finde ich sehr schlecht.

    Das es Seiten gibt zwischen Weiß und Schwarz, das ist ja OK. Das man aber Benutzer “arglistig täuscht” finde ich nicht in Ordnung.
    Ich glaube ich habe schon zu viel gesehen und gelesen um Ihre geteilte Meinung zu unterstützten. Aber vieleicht sollte man uns mal “nicht öffentlich” austauschen . . .

    • Simone Janson

      Hallo Gerhardt,
      ich meinte jetzt z.B. meine Site, die auch werbefinanziert ist, aber dennoch achte ich auch auf die Qualität des Inhalts. Möglicherweise sehe ich die Sache deshalb so positiv, weil ich eben mittlerweile recht schnell zwischen solche Fake-Seiten und guten Seiten unterscheiden kann. Sie mögen recht haben, dass vielen diese Medienkompetenz fehlt.
      Sie haben nicht zufällig Lust, dazu mal einen Gastbeitrag zu schreiben?
      Gruß
      Simone Janson

  10. Gehardt

    Es gibt zwei Arten von Inhalt im Internet:
    – ein seriöser, Themenbezogener, werbefrei und gepflegt

    und dann gibt es noch den zweiten Teil, der . .

    – von SEO, PR, Werbung und andere Faktoren geprägt ist und der auf die Werbemaschinerie von Suchmaschinen und Vermarkter ausgerichtet ist.

    Jeder will Geld verdienen, das ist klar, die Frage ist aber wie?

    Wie verdienen Sie Ihr Geld?

    Ist Ihnen schon aufgefallen das für eine Top Platzierung bei Google im Industrie Bereich (z.B. Reparatur Hydraulikpumpen) ein wesentlich kleiner PR notwendig ist für die selbe Top Platzierung mit “Lady Gaga”?

    Absurd, oder? Und weil das so ist, stellt sich die Frage mit was für ein Suchmaschine haben wir es zu tun? Eine “Business”- Suchmaschine?

  11. Simone Janson

    Hallo Rogarema, so pauschal würde ich das nicht sagen: Es gibt gute Inhalte, die natürlich auch werbefinanziert sind. Auch Suchmaschinenoptimierung ist sicher etwas, das man in Maßen machen sollte.
    Der Punkt ist aber, dass man es aber nicht übertreiben sollte. Eine Seite, deren Inhalte nur aus automatisch aggregiertem Blog-Content besteht und bei der die Inhalte nur mit SEO-Keywords gespickt sind, um bei google gefunden zu werden, ist natürlich unseriös. Google straft ja solche Seiten neuerdings ab!

  12. Marketinger

    Heyhey, ganz nett bei Interesse kannst du auch mal bei meinem Blog vorbei schauen ;)

  13. Simone Janson

    Hallo Jannick,
    du hast recht, möglicherweise kommt der Verdacht auf, dass es sich auch bei Affiliate-Werbung um unlautere Werbung handelt. Wenn die Werbung klar als solche gekennzeichnet ist, ist das jedoch nicht der Fall.
    Ich persönlich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass Affiliate-Werbung nur dann etwas bringt, wenn man auch im Text direkt auf das beworbene Produkt verweist. Und genau da wird die Sache m.E. auch schon unlauter. Insofern ist das kein ganz einfaches Thema und mir ist klar, dass die meisten das laxer sehen als ich.
    Gruß
    Simone

  14. Holger Froese

    Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Die Zukunft der Werbung #Business
    Kommentiert auf Twitter

  15. Politwirt

    Hallo,
    Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist die Bezeichnung der Werbeformen SEO, SEM und Affiliate Marketing als “unschön”. Darauf wird zwar im folgenden Text eingegangen, aber es entsteht der Eindruck als ob bspw. Affiliate Marketing immer mit Methoden wie der Maskierung der Affiliate Links arbeiten würde. Gerade für Blogger kann dies eine sehr ertragreiche Einnahmequelle auch ohne zwielichtige Methoden sein, worauf ich auch in einem Artikel auf meinem Blog eingegangen bin:

    Bei den Reaktionen auf Bloggergate muss ich ihrer Ansicht vollkommen zustimmen. Es ist schade, dass solche Methoden mittlerweile als normal gelten, allerdings ist es auch ein offenes Geheimnis, weswegen die vorherige Ankündigung Pallenbergs eines “Tsunamis in der Blogosphäre” wohl doch übertrieben war.
    Gruß
    Jannick

  16. Simone Janson

    Hallo Philipp,
    naja, es gibt einige Blogg, auf denen das durchaus funktioniert, netzpolitik.org, carta oder auch der Taz-Blog. Das sind aber alles größere, bekanntere Blogs mit einer, durchaus auch idealistischen, Stammleserschaft, die offenbar bereit sind zu zahlen, wenn sie ihre eigene Meinung in Blogbeiträgen wiederfinden. Und die auch sehr internetaffin sind. Soweit ich das aber sehe, ist flattr bei allen nicht mehr als ein Zubrot.
    Was meinst du denn mit “eine eigene Liste” aufbauen?

  17. Philipp

    Hey!

    Also Ich halte eher weniger von flattr. Genau aus den Gründen die du angesprochen hast 1. kennen sich die meisten Leute zuwenig aus und 2. wer bezahlt schon für das Lesen in Blogs? Auch wenn manche Infos bestimmt ihr Geld wert wären. Aber die Erfahrung zeigt, dass es als selbstverständlich angesehen wird Infos im Netz kostenlos zu erhalten. Unter uns, ich würde auch nicht dafür zahlen.

    denke es ist als Blogger sinnvoller und einträglicher a) zwischendurch auf Produkte aufmerksam zu machen und und b) eine eigene Liste aufzubauen.

    lg Phil

  18. Simone Janson

    Hallo Herr Schaar,
    vielen Dank für Ihre erläuternden Anmerkungen, die uns sehr weiterhelfen. Das erklärt Vieles!
    Simone Janson

  19. Rüdiger Schaar

    Hallo Frau Jansen, bitte erlauben Sie mir zwei kurze Anmerkungen.

    Umsatzsteuer:
    Die Flattr-Einnahmen sind nach meiner Einschätzung in Deutschland umsatzsteuerbar und auch umsatzsteuerpflichtig, da das Geld von den Flattr-Nutzern gezahlt wird und nicht von Flattr selber. Flattr leitet die Zahlungen nur weiter und agiert insoweit wie eine “Bank”. Bei den Nutzern wird es sich in der Regel um in Deutschland ansässige Personen handeln bzw. um Privatpersonen. Insoweit unterliegen die Einnahmen der Umsatzsteuer in Deutschland.

    Bei den Werbeeinnahmen von ausländischen Unternehmern hingegen greift das Reverse-Charge-Verfahren. Dies bedeutet, dass die Umsatzsteuerschuld auf den im Ausland ansässigen Unternehmer übergeht und in Deutschland insoweit keine Umsatzsteuer anfällt.

    Künstlersozialkasse:
    Als KSK-Versicherter ist es möglich, neben den künstlerischen bzw. hier publizistischen Einkünften auch gewerbliche Einkünfte im begrenzten Umfang unschädlich zu erzielen. Bei einem Gewinn aus Gewerbebetrieb von über 4.800 Euro entfällt allerdings der Zuschuss der Künstlersozialkasse zur Krankenversicherung. Ein Zuschuss zur Rentenversicherung wird weiter bezahlt, soweit der gewerbliche Gewinnanteil unter EUR 33.000,00 liegt.

    Der Fall eines Journalisten, der überwiegend Einkünfte aus der Vermietung von Werbeanzeigen erzielte, wurde sowohl durch das Landessozialgericht als auch das Sozialgericht in den Vorinstanzen negativ entschieden und dem Journalist der Zugang zur KSK verwehrt. Mittlerweile wurde allerdings die Revision vor dem Bundessozialgericht zugelassen. Es bleibt insoweit abzuwarten, wie die höchstrichterliche Entscheidung aussehen wird. Auf www.medienvorsorge.de werden wir hierüber umgehend nach der Entscheidung informieren.

    Viele Grüße, Rüdiger Schaar

  20. immowertgmbh

    Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Einkommenssteuer, Umsatzsteuer …

  21. Caroline & Stefan

    Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter via @SimoneJanson

  22. Caroline & Stefan

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  23. Caroline & Stefan

    Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter via @SimoneJanson

  24. Christian Sedlak

    Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen …: Textlinks können eine gute Einnahmequelle se…

  25. Hans-Georg Woehrle

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  26. Christian Weiss

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  27. frischgebloggt

    RT @SimoneJanson: Frisch gebloggt: Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter : Fr…

  28. Caroline & Stefan

    RT @SimoneJanson: Frisch gebloggt: Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter

  29. Caroline & Stefan

    RT @SimoneJanson: Frisch gebloggt: Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter

  30. Caroline & Stefan

    RT @SimoneJanson: Frisch gebloggt: Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter

  31. Simone Janson

    Frisch gebloggt: Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter

  32. KompetenzPartner

    Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter: Textlinks können eine …

  33. Simone Janson

    Hallo Sascha, danke für den Super-Kommentar. Ich fand halt dein Interview wirklich klasse, weil du einer der wenigen auch bekannteren Blogger bist, der ehrlich über das Thema Geld verdienen redet.
    War nur ein paar Tage in Urlaub und Offline – daher die späte Antwort, sorry.
    Und ich fände es dringend notwendig, dass man etwas pragmatischer über das Thema spricht,.
    Du kommst daher nicht nur in meinem Blog, sondern auch in meinen Voträgen vor – demnächst wohl wieder beim Medienforum Mittweida:

    Schön übrigens, dass dir die Serie gefällt – da ist auch noch einiges geplant. Leider habe ich keine vier Mitarbeiter :-)

  34. Sascha Pallenberg

    jetzt habe ich noch vergessen zu sagen, dass mit die komplette Serie “Geld verdienen mit Bloggen” extrem gut gefaellt.

  35. Sascha Pallenberg

    Hallo Simone und vielen Dank fuer das nette Feature.

    Nicht nur die Tatsache, dass du dir zum Thema Gedanken machst, sondern auch den Punkt der Objektivitaet ansprichst, finde ich sehr wichtig.

    Auf meiner Seite weise ich immer wieder darauf hin, dass ich nur Produkte empfehle, die ich auch selber gekauft habe bzw. kaufen wuerde. Ich kann es mir einfach nicht erlauben, irgendwas zu empfehlen, was mir zwar sehr gute Umsaetze verspricht, aber letztendlich nur aufgrund dieser Tatsache empfohlen wird. Meine Reputation waere umgehend futsch.

    Natuerlich berichte ich ja generell ueber Produkte, was Affiliate weitaus einfacher macht und ja, es gibt auch ein wenig mehr als fuer Buecher, dennoch sind Elektronik-Produkte via Amazon auf 10 Euro Provision limitiert. Aergerlich wenn da ein Mac fuer 2000 Euro ueber die virtuelle Ladentheke geht :/

    Meine Leser lieben Amazon und das liegt vor allen Dingen an dem tollen Support, der dort geboten wird. Um dir in etwa eine Hausnummer zu nennen: Die Conversion-Rate liegt bei 2-3%!

    Ehrlich bloggen, persoenliche Empfehlungen aussprechen, die mehr Empfehlung als potentieller Verdienst sein sollten und es klappt mit Affiliate. Zumindest bei meinem Nischen-Thema.

    Viele Gruesse aus Taipei

  36. Simone Janson

    Frisch gebloggt: Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Affiliate-Programme – Sinn & Unsinn

  37. Christian|texter.me

    Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!

  38. Simone Janson

    Frisch gebloggt: Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!

  39. Jennifer Frotscher

    RT @jobcollege: Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!: “Kann man mit Bloggen…

  40. Simone Janson

    Mein erster geflattreter Beitrag – schöner Mutmacher – dankeschön :-) #flattr

  41. KompetenzPartner

    Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!: “Kann man mit Bloggen…

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