So funktionieren Assessment Center Übungen: 11 Tipps für Jobsuche und Bewerbung


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Vor der langersehnten Anstellung haben Personaler nicht selten Schweiß und Tränen gesetzt, die man während eines Assessment Centers vergießt. Welche Tests und Übungen lauern hier und wie übersteht man das Auswahlverfahren?

So funktionieren Assessment Center Übungen: 11 Tipps für Jobsuche und Bewerbung

Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist VerlegerinBeraterin und Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb.

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Assessment Center: Sinn Zweck Definition

Top-Unterlagen, ein Spitzeneindruck im Vorstellungsgespräch und die Tatsache, dass die eigenen Qualifikationen haargenau auf den Job passen, reichen oft nicht aus, um eine Stelle auch zu bekommen: Viele Unternehmen wollen auch genau wissen, wen sie da einstellen und testen die Bewerber ausgiebig im Assessment-Center. Das kann ins Auge gehen, wenn man nicht richtig vorbereitet ist.

Assessment Center dienen dazu, Bewerber auf Herz und Nieren zu prüfen, um so ihre Tauglichkeit für den Job festzustellen. Das machen die Unternehmen, indem sie die Job-Aspiranten besonders stressigen Gruppensituationen aussetzen, ihnen Aufgaben stellen – und ihr Verhalten mit geschulten genau beobachten. Dabei geht es weder um die fachlichen Fähigkeiten noch um den Wissenstand: Unternehmen wollen vor allem herausfinden, wer in die jeweilige Unternehmenskultur passt und wer nicht. Bewerber sollen dazu ihre sozialen Kompetenz, ihr Kommunikationsvermögen, ihre Teamfähigkeit und ihr Führungsverhalten unter Beweis stellen.

Der Ablauf des Assessment Center unterscheidet sich je nach Unternehmen

Das Assessment-Center ist kein standartisiertes Verfahren, das in jeder Firma gleich ablaufen würde, denn jedes Unternehmen legt auf andere Aspekte wert. Daher ist es auch so schwer, sich darauf vorzubereiten. Dennoch ist es sinnvoll, die wichtigsten Punkte zu kennen und einige Abläufe bereits vorab zu üben – zum Beispiel in speziellen Trainingsseminaren, die helfen, das eigene Verhalten in der Gruppe zu optimieren:

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Denn in der Regel beginnt ein Assessment Center mit der Vorstellung des jeweiligen Unternehmens. Wer hier gut zuhört, kann herausfinden worauf das Unternehmen besonderen Wert legt und welche Funktionen die Beobachter des Assessment-Centers haben. Dann folgt meist die Vorstellungsrunde, in der jeder Bewerber nur wenige Minuten Zeit, das Wichtigste über sich zu vermitteln.

Die Wahrheit liegt oft im Verborgenen

Dabei geht es aber weniger darum, seine Hoffnungen für die eigene berufliche Zukunft zu offenbaren, sondern kurz aber prägnant zu vermitteln, warum man absolut passend für diesen Job ist. Der Zuhörer soll neugierig werden und man sollte sich positiv darstellen. Negativformulierungen und Selbstkrititk sind daher völlig unangebracht. Übertreibungen und Schauspielerei allerdings auch.

Ein wichtiger Bestandteil eines Assessment-Centers ist auch die Gruppendiskussion zu einem Thema. Denn dabei befinden sich die Jobaspiranten in direkter Konkurrenz zueinander? Sitzt man schweigend dabei oder hört man aufmerksam zu und leistet sinnvolle Beiträge? Oder reist man ständig das Wort an sich und redet die anderen Diskutanten in Grund und Boden? Wer hat die besseren, stichhaltigen Argumente? Und wer kann gut moderieren.

Gekonnt kommunizieren im Assessment Center

Genau so klassisch wie gefürchtet sind Präsentationsaufgaben oder Rollenspiele, die eine besonders stressige Situation im Berufsalltag simulieren sollen: Gerne genommen wird hier die Postkorbübung, bei der die Bewerber Schriftstücke versorgen müssen, dabei aber immer wieder gestört werden, oder Gespräche zwischen Chefs und Mitarbeitern.

Am Ende eines Assessment-Centers steht das Rückmeldegespräch, bei dem bewertet wird, welchen Eindruck der Bewerber hinterlassen hat. Falls es mit dem Job nicht klappt, sollte man das Feedback zur Vorbereitung auf weitere Assessment-Center sehen nachfragen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Denn wer auf die Kritik beleidigt reagiert, verspielt die Chance, es das nächste mal besser zu machen.

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11 Tipps: So machen Sie sich fit für das Assessment-Center

Auch wenn Schauspielern nichts bringt: Mit einigen gezielten Übungen können Sie sich durchaus auf das Assessment-Center vorbereiten. Beherzigen die folgenden 11 Tipps:

  1. Informationen einholen: Am besten so viel über über das Unternehmen in Erfahrung bringen wie möglich. Denn daraus lassen sich wahrscheinlich Hinweise ableiten, auf welche Aspekte beim Assessment-Center besonders geachtet wird.
  2. Selbstbewusstsein zählt: Um im Assessment-Center punkten zu können, sollten Sie wissen, wer Sie sind, was Sie können – und was nicht. Nur dann kann man auch in stressigen Situationen gelassen bleiben.
  3. Kühlen Kopf bewahren: In dieser nervenaufreibenden Situation haben Sie bessere Karten, wenn Sie locker bleiben. Daher Stress abbauen, vorher nochmal um den Block laufen und sich klar machen, dass Sie bei einem Assessment-Center auf jeden Fall nur gewinnen können – und sei es als Übung für das nächste mal.
  4. In der Kürze liegt die Würze: Bei der Selbstpräsentation hat jeder Bewerber nur etwa drei Minuten Zeit, sich von seiner besten Seite zu zeigen: Das sollten Sie zu Hause vor dem Spiegel oder mit Zuhörern üben.
  5. Den eigenen Lebenslauf kennen: Auch wenn es banal klingt: Sie sollten Ihren eigenen Lebenslauf kennen und vor allem die Lücken begründen können, wenn Sie gefragt werden, wie Sie mit Misserfolgen umgehen oder was für Sie Erfolg bedeutet. Wer ins Stottern gerät, wirkt unsouverän.
  6. Diskussionsstil: In Gruppendiskussion sollten Sie Ihre Meinung vertreten, ohne die Aussagen anderer zu ignorieren oder zu degradieren. Besser: Mitdiskutanten loben und eigene Meinungen zu Diskussion stellen.
  7. Versuchen Sie herauszufinden, wo die Reise hingeht: Währen des Assessment Centers werden Ihnen auch viele seltsame Fragen gestellt: Versuchen Sie, immer herauszufinden, wo die Reise hingeht: Wenn Sie statt Lehrer lieber Förster wären, zeigen Sie damit, dass Sie eher reserviert sind. Und wenn Sie liber baden als duschen, denken Sie eher weiblich und sind führungsschwach.
  8. Prioritäten setzen: Bei der beliebten Postkorbübung will der Chef beispielsweise nicht sehen, dass Sie alles völlig gestresst erledigen, sondern dass Sie wichtige von unwichtigen Aufgaben trennen können.
  9. Strategische Übungen: Wenn Sie im Rahmen einer Übung eine Strategie entwickeln sollen: Sie sollten nicht nur zum Ergebnis kommen, sondern auch zeigen, wie Sie dorthin gelangt sind. Lieber eine falsche Lösung mit richtigem Vorgehen als umgekehrt.
  10. Technisches KnowHow: Falls die Aufgabe im Assessment-Center aus einer Präsentation besteht, sollten Sie besser auch technisch gerüstet sein. Sprich: Auskennen mit Power Point ist Pflicht.
  11. Feedback: Bewerten Sie Ihre eigenen Leistungen in der Feedbackrunde lieber zu schlecht als zu gut. Und meckern Sie niemals am Test herum, das wirkt unsouverän.

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