Frauen glauben oft, es geht im Job um die Sache. Doch gute Leistung trägt nur zu 10 Prozent zum Erfolg bei. Zu 30 Prozent geht es um Image und zu 60 Prozent um Bekannheit. Heißt: Wer sich gut darstellt, hat mehr Erfolg!
Immer wieder treffe ich im Coaching jungen Führungsfrauen, die mir sagen: „Ich bin auch so eine, die jahrelang geglaubt hat, dass ich mich über die Sache profilieren kann. Wie konnte ich mich bloß so irren?“ Sie kommen ins Coaching, damit ich sie „umcoache“.
Es geht nicht nur um die Sache
Ich muss ihnen oft schmerzhaft klarmachen: Es geht im Job nicht nur um die Sache. Es geht natürlich auch um Macht und Selbstdarstellung. Ich halte das moralisch zwar für nicht vertretbar.
Doch wer seinen Job liebt und wirklich Gutes in der Sache tun möchte, muss sich entweder selbstständig machen, ein eigenes Unternehmen gründen – oder strategisch schizophren managen nach dem Motto: Ich spiele das peinliche Macht- und Selbstdarstellungsspiel zwar mit – aber nur, um letztendlich Gutes in der Sache zu tun.
Man muss sich entscheiden
Wer sich dafür entscheidet, muss jedoch höllisch aufpassen, sich dabei nicht selbst zu verlieren, wie das vielen Vorständen ergeht, die ich dann auch in meiner Coaching-Praxis treffe.
Was jedoch überhaupt nichts bringt: Frustriert den Rückzieher machen, statt sich bewusst zu entscheiden. Denn immer wieder erreichen mich Mails und Wortmeldungen von Gattinnen oder Partnerinnen von Vorständen und Geschäftsführern.
Besser selbst aktiv werden
Und höre und lese dann solche Sätze: „Ich habe alle Hände voll zu tun, meinen Mann als Vorstand eines internationalen Unternehmens auf dem Boden zu halten!“, „Ich war selber mal Abteilungsleiterin und habe irgendwann festgestellt, dass es den lieben Kollegen nur noch ums eigene Fortkommen, nicht mehr um Sachinhalte geht.“
Da ist es doch besser, selbst aktiv zu werden!
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