Wer seine Menschenkenntnis, seine emotionale Intelligenz, seine Kommunikationsfähigkeiten und sein Humorpotenzial schon privat entwickelt hat, ist natürlich beruflich im Vorteil. Das Beherrschen von Soft Skills entscheidet eindeutig über Erfolg und Nichterfolg. Auch und gerade im Beruf!
Den eigenen Wert steigern? Am besten noch Im Privatleben? Was soll denn das? Das Privatleben ist doch der einzige „Raum“, in dem wir nicht nach Marktkriterien gemessen werden! Nach besser, schneller, höher. Oder? Nach schlanker, schöner, jünger, potenter, mächtiger, reicher? Moment mal! Stimmt ja gar nicht!
Auf den ersten Eindruck kommt es an. Und vor allem im Beruf ist der äußere Eindruck noch viel wichtiger, weil er gravierende Konsequenzen nach sich zieht! Unsere Körpersprache ist nicht nur wirksam, auch vielseitig: Stimme, Haltung, Sitz, Gang, genauso wie Mimik, Gestik und noch einige andere Faktoren zählen dazu.
Die Bedeutung nonverbaler Kommunikation für den persönlichen Eindruck ist unumstritten belegt. Und trotzdem: Viele ver(sch)wenden ihre Zeit vor wichtigen Vorträgen oder Gesprächssituationen mit dem Zurechtlegen der „richtigen“ Worte, statt vor dem Spiegel am individuellen Auftritt zu feilen.
Wie wir auf andere wirken, welchen Eindruck wir hinterlassen, ob wir für kompetent oder unseriös gehalten werden, und auch, ob wir uns durchsetzen können oder öfter mal den Kürzeren ziehen müssen…. All das wird zu 55% von der Körpersprache, zu 38% von unserer Stimmführung und lediglich zu 7% vom eigentlichen Sprachinhalt verursacht.
Auf in den Wahlkampf! Barak Obama hat auf seiner Seite einen Imagefilm veröffentlicht, der mit “The road we’ve traveled“ betitelt ist. Tom Hanks spricht. Obama kaum. Dementsprechend widme ich mich der Dramaturgie des Films. Denn der Gewinner der Präsidentschaftswahl wird nicht, wer mehr Argumente hat. Der Gewinner wird, wer mehr Menschen berührt. Emotionen machen Präsidenten, wie Emotionen auch in anderen Situationen ausschlaggebend sind. Schafft es der Film, die richtigen Emotionen zu erzeugen?
Gestern habe ich darüber geschrieben, dass Authentizität nichts damit zu tun hat, stur immer den einmal eingeschlagenen Kurs beizubehalten. Viel mehr geht es darum, professionell authentisch zu wirken. Und das hat viel mit Souveränität und Selbstsicherheit zu tun.
Heute um 11 Uhr vormittags gab Bundespräsident Christian Wulff im Berliner Schloss Bellvue seinen Rücktritt bekannt. Rhetorik- und Wirkungsexperte Michael Moesslang analysiert die Körpersprache und Wirkung seiner Rücktritts-Rede.
Irgendwie scheint es mir in letzter Zeit hipp zu sein, auf E-Mails zu schimpfen: Mal sollen sie durch Facebook und Twitter abgelöst werden, mal soll man wieder telefonieren. Dabei finde ich die E-Mails gar nicht so schlecht wie ihren Ruf – man muss sich nur mal klar machen, wie unsere Kommunikation ohne E-Mails aussähe.
Daher habe ich in meinem Beitrag bei imgriff.com die Meinung der österreichischen Digital-Therapeuthin Anitra Eggler unter die Lupe genommen, die m.E. bei ihrem Vortrag etwas zu polemisch gegen E-Mails wettert. Und alle, die ähnliche Berechnungen anstellen, wie viel Lebenszeit sie mit Digitaler Kommunikation zubringen, sei gesagt: Wie würdet Ihr denn Eure Zeit sonst verbringen? Etwa mit Fernsehen? Da finde ich Kommunikation mit anderen Menschen doch zehnmal sinnvoller!
Viele Menschen hören und lesen jährlich viele Seminare und Bücher zum Thema Kommunikation und Rhetorik. Aber die wenigsten bemerken, dass viele dieser Quellen die strategischen Aspekte der Kommunikation vernachlässigen. Diese Kompetenzlücke ist so unnötig wie einfach zu schließen: Ändere nicht deine gesprochenen Worte, sondern deine strategischen Schemata. Weiterlesen →