Berufebilder by Simone Janson

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Existenzgründung » Frei & Mobil Arbeiten » HTC Desire S im Langzeit-Test:
Abschließender Performance-Test

Nach quasi vier Monaten Test bin ich nach wie vor von der Gesamt-Performance des HTC Desire S begeistert. Ich kann mit dem Gerät twittern, e-mailen und diverse weitere Kommunikationskanäle bedienen, Notizen machen und sogar bloggen. Mit kleinen Einschränkungen ein absolut tolles Arbeitsgerät und zudem noch leicht für die Handtasche.

Ein Knackpunkt ist natürlich die Akkuleistung. Denn leider schafft es das Gerät bei intensiver Nutzung kaum über den Tag. Vor allem das UMTS saugt am Akku – und zwar seltsamerweise mehr als das WLAN. Vom GPS kaum zu schweigen, das ich aus selbigem Grund nie anhabe.

Akku & UMTS – it sucks!

Auch das UMTS muss ich zwischendurch immer mal wieder ausschalten, um Akku zu sparen. Der praktische, aber datenschutzrechtlich bedenkliche Location Based Service scheitert da schon an ganz praktischen Gründen der Anwendung.

Ohne UMTS hält der Akku dann übrigens auch mal zwei Tage – so lange man zwischendurch nicht noch ein paar Fotos macht. Auch die per Widget schnell einstellbare Helligkeit kann Akku sparen:

Zweitakku nötig

Drei Helligkeitsstufen gibt es, die mittlere Helligkeitsstufe ist völlig ausreichen und spart ebenfalls einige Akkustunden. Das Handy ganz dunkel werden zu lassen, ist jedoch nicht zu empfehlen: Man sieht dann spätestens bei Sonnenlicht auf dem Handy gar nichts mehr und kann das dann auch nur via Trial&Error wieder umstellen.

Ich überdenke den Kauf eines Zweit-Akkus – den haben in meinem Bekanntenkreis gar nicht mal so wenige Leute!

Der Speicher

Das Gerät verfügt standardmäßig über eine herausnehmbare SD-Karte mit 8 GB Speicher, die man aber besser nicht ganz voll macht. Denn der quasi-volle Speicher macht das Gerät offenbar langsamer. Nach dem Löschen einer GB Daten ging es wieder schneller.

Als großes Problem erwies sich aber im Laufe der Zeit die zusätzlich installierte Oberfläche Launcher Pro. Denn offenbar funktioniert die für das Standard-Android programmierte Software nicht richtig auf dem von HTC modifizierten Desire S. Diese Graphik von Michael Degusta verdeutlicht sehr schön, was das Problem bei sich immer weiter ausdifferenzierenden Android-Geräten ist.

Es hängt und hängt und hängt

Ständige Systemabstürze waren die Folge, nach dem „Vollaufen“ der SD-Karte hatte das Gerät dann deutliche Hänger und Systemabstürze wurden quasi die Regel. Ich habe daher nicht nur Daten entfernt, sondern auch den LauncherPro – seitdem funktioniert das Gerät wieder einwandfrei und deutschlich schneller als vorher.

Was mich auch begeistert, ist, dass das Gerät mehr oder weniger multi-tasking-fähig ist. Zumindest was die Leistung angeht: Es kommt zu keinen Hängern oder Längeren Pausen, wenn man von einem Gerät zum Nächsten springt.

Multitasking mit kleinen Einschränkungen

Ein längeres Drücken auf die Home-Taste zeigt die zuletzt geöffneten Programme an, in denen mit etwas Glück auch die gerade noch benutzten Einstellungen bzw. Dateien noch geöffnet sind.

Bei meinem Password-Manager Keepass muss ich allerdings jedes mal das Passwort von Neuem eingeben. Mag sein, dass das ein Sicherheitsfeauture ist – aber eines, dass das Switchen zwischen verschiedenen Anwendungen ziemlich verkompliziert.

Insgesamt: Besser als ein Netbook

Insgeasamt ist das Handy jedoch deutlich performanter als z.B. mein 2 Jahre altes Nokia-Netbook und gewinnt für mich den Vergleich Handy vs. Netbook eindeutig. Fast kaum zu glauben! Was mir noch fehlt, ist ein USB-Anschluss für externe Fesplatten und eine Art Dockingstation mit Ständer für eine externe Tastatur – dann wäre das HTC Desire S das perfekte Arbeitsgerät.

Was besser sein könnte, wäre die Fotoleistung: Die ist im Vergleich zum Samsung Galaxy höchstens zufriedenstellend. Schnappschüsse kann man damit machen, mehr ist nicht drin. Überhaupt, was fehlt ist eine richtig gute Kamera, die all diese Handy-Funktionen in sich vereint – statt eines Handys mit rudimentären Foto-Funktionen.

Sponsor: Das HTC Desire S wurde mir von o2 Business für einen Testzeitraum von drei Monaten kostenlos zur Verfügung gestellt – zusammen mit dem o2 on Business Upgrade-Tarif und einer o2 Multicard. Das Handy kann ich nach Endes des Testzeitraums behalten.
Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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6 Kommentare

  1. Das hatte ich mich damals beim Umstieg von Symbian auf Android auch gewundert, dass WLAN deutlich weniger am Akku nuckelt als UMTS. Selbst wenn das WLAN dauerhaft an ist und nicht in den automatischen Ruhezustand verfällt, ist kaum ein Unterschied zu merken, sofern es in einem WLAN-Netz eingebucht ist und nicht unterwegs suchen muss.

    Für unterwegs habe ich zwar nicht direkt einen Zweitakku, aber ein kleines Notladegerät mit integriertem Akku. Der kann zu Hause oder im Büro an Mini oder Micro-USB geladen werden und unterwegs an das Telefon gesteckt werden. So kann man auch mal bei anderen aushelfen. ;)

  2. Simone Janson

    Das mit dem Notladegerät klingt gut – besser als ein Akku! Noch interessanter finde ich Notladegeräte mit Solarstrom – da meinte aber mal jemand, die bringen es einfach nicht. Das muss ich ja vielleicht auch mal testen ;-)
    Interessant auch, dass das mit dem Akku-Verbrauch und UMTS offenbar nicht am Gerät sondern am Betriebssystem liegt ;-)

  3. Also ich hab auch so ein Teil mit Solarzelle, das bringt es wirklich nicht, da die Zelle zu klein ist und fast keine Leistung bringt den eingebauten Akku zu laden. Aber den kann ebenfalls per USB laden.

    Als ich diesen Sommer bei Verwandten in der Schweiz war, hatten die dort einen USB-Akku mit recht großem aber dennoch dünnem per Kabel angeschlossenem Solarpanel, etwa A4. Das lag immer auf der Terrasse und der Akku wurde im Schatten versteckt. Auf Wanderungen am Rucksack bzw. beim Camping sicher eine Alternative, das schien auch für mehr als nur eine Ladung am Telefon zu reichen.

  4. Simone Janson

    Hallo Max, danke für den Hinweis.
    Scheint ja das alte Problem zu sein: Mehr Leistung nur dank mehr Größe (und Gewicht). ;-)

  5. Das problem bei NGC ist das “aufgefropfte” HTC System das macht es problematisch Anwendungen vom market zu nutzen.
    D.h. Das System ist permanennt am Switchen,das kostet Leistung.
    Am besten auf gingerbread updaten da ist die Schnittstelle besser geregelt.

    Ich selber bin ,nach einer kurzen Testpase mit dem Galaxy zum Galaxy S2 gewechselt,das hat übrigens den USB-Host für Koppelung von hd und sd Devices .Allerdings über Adapterkabel.
    Ach ja für das Galaxy S2 gibt es einen 2000er Akku ,reicht bei vollbetrieb 3 Tage a 24 Stunden,selbst getestet.
    Bei der eingebauten Camera 8 mp ist das photografieren von Visitenkarten und Text ein Genuss 

    • Simone Janson

      Hallo Erwin,
      danke für der Erklärung. Tja, ich hatte schlechte Erfahrungen mit einem älteren Galaxy gemacht.. Eine Frage zum Gingerbred: Funktioniert dann noch der Abgleich von Kontakten und Terminen mit Facebook?

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