Berufebilder by Simone Janson

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Berufsbild » Ingenieur auf kreativ-ironischer Jobsuche:
Mashup als Bewerbung?

Obwohl eine Studie das Thema Fachkräftemangel im vergangenen Herbst sehr kritisch beleuchtet hat, ist das Thema offenbar nicht tot zu kriegen. Einer meiner Leser hat seinem Unmut über seine bislang ergebnislose Stellensuche als Diplomierter Wirtschaftsingenieur (Fertigungstechnik, FH)  so kreativ-ironisch geäußert, dass ich daraus ein eigenes Posting mache.

Denn wer seinen Unmut mit einem derart gelungenen Mashup zum Ausdruck bringt, zeigt, dass er nicht nur rummeckert, sondern eigene Ideen und Potential hat.  Und: Auf alle Fälle eine lustige Idee, selbst wenn das Thema und der Hintergrund eher ernst sind. Die Frage ist allerdings: Taugt so etwas als Kreative Bewerbungsidee – oder sollte man das eher sein lassen? Was meint Ihr?

Das ist der Kommentar:

Mit solchen Meldungen wie der oben wurde mir das hier versprochen

Nach vier Jahren hartem Studium und dreijähriger „Übergangsarbeitslosigkeit“ muss ich mir eingestehen, dass solche Beiträge die Situation weit untertreiben

Ich als Diplomierter Wirtschaftsingenieur (Fertigungstechnik, FH) hab sogar bei diesen Ausbeutern keine Chancen auf eine Einstellung!  Wenn ich mir also solche Meldungen ansehe

ist mir nach

und ich könnte einfach

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

4 Kommentare

  1. Durch das Thema Fachkräftemangel, sollten Ingenieure mittlerweile aber doch ganz gute Chancen haben, adäquate Aufträge zu bekomme, denn sie werden doch händeringend gesucht – die entstehende Lücke an Fachkräften kann sogar zur wirtschaftlichen Wachstumsbremse werden. Wieso und weshalb, kann man hier nachlesen: www.projektwerk.de/blog/engineering/presse/fachkraftemangel-als-wachstumsbremse.html

  2. Witziger Artikel. Leider nicht so witziges Thema!

    Sorry Ninalein, Du bist gut 2 neue Nachrichtenrunden über Ingenieure und Fachkräftemangel hinterher. Inzwischen hat “man” festgestellt, dass es den Mangel nicht gibt UND AUCH NIE GEBEN WIRD (Stichwort die Lächerliche Zahl von 7 Millionen fehlenden vor allem Ingenieuren) und das ein “Mangel” an “passenden” Ingenieuren existiert. So ein Bischen.

    Was die “Keyword”-Analyse in dem von dir angegebenen Link mir sagen soll erschließt sich mir nicht. Der VDI ist ein Arbeitgeber-Organ, dessen einziges Ziel Gehaltsdrückerei ist.
    In der Projektwerk-Datenbank habe ich 3 Jobs – von welchen ich was verstehe! – angeklickt: 3 mal “Wir suchen für unseren Kunden einen Entwickler” = ein Ingenieur”dienstleister” sucht einen “Freiberufler” für Arbeitnehmerüberlassung. SOLL DAS EIN WITZ SEIN? Wie wär’s wenn wir Oma, Opa, 3 Banken, die EU, den Vatikan, die Post, RTL und Grönland zwischen den “Kunden” und den “Freiberufler” schalten. Das ist massiv unseriös und lächerlich. Was das finanziell beim “Freiberufler” hängen bleibt kann ich mir vorstellen, da verdient die Fleischwarenfachverkäuferin gut dagegen.

    Ich sagte es zuvor und ich wiederhole es nochmals: der Ingenieurberuf wurde getötet, ist tot. Wer heute sich in der Masse der Studienanfänger zum Abschluss quält wird nicht mal mehr als Zeitarbeiter enden…

  3. Simone Janson

    Hallo Geschädigter,
    na da freue ich mich aber, dass ich Sie zum Lachen gebracht habe!
    Wie Sie sehen, habe ich auch sehr wenig Zeit, ich schaffe noch nichtmal, auf Kommentare zu antworten.
    Es gibt allerdings ein neues Buch, das Ihnen aus der Seele sprechen dürfte: Lügen mit Zahlen von Gerd Bosbach. Und nächste Woche gibt es dazu auch einen Termin:
    www.berufebilder.de/journalist/termine/
    Kommen Sie doch einfach vorbei!
    Ich bin passenderweise am Tag vorher noch auf einem Gegentermin und werde dann darüber auch berichten. Grade vorhin habe ich übrigens auch noch einen kleinen Rant zum Thema geschrieben: www.berufebilder.de/bildung/berufsausbildung-schule/rant-zur-zukunft-der-berufs-ausbildung-bildung-radikal-neu-denken/
    Viel Spaß noch
    Simone Janson

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